21. Drängende Liebe

„O erleuchte, erleuchte doch meinen Geist, dass ich fühlen möge, wie deine Liebe mein Herz erfüllt.“ 

Ich aber werde dein Angesicht schauen in Gerechtigkeit, an deinem Anblick mich sättigen, wenn ich erwache.  

Ps 17,15

Liebt den Herrn! Es gibt niemanden im Himmel als ihn, niemanden sonst auf Erden, dem ich meine Seele ganz anvertraue. Möge sie nie zur Ruhe kommen, als dann wenn ich mich an ihm erfreue.

1. Januar 1853

Ich will in der Liebe Gottes leben, für Gott leben. Ich will Gott genießen, Gott verherrlichen und jeden Tag neu die Fülle Christi erkennen. 

4. Juli 1860

Christus im Kreise seiner Jünger machte sie so glücklich, dass niemand das Fehlen des Johannes oder des Petrus erwähnen würde. Christus kann als das „Lamm, das inmitten des Thrones ist“ (Offb 7,17), Millionen und Abermillionen von Menschen intensive Freude schenken – durch seinen Blick, seine Stimme, sein Lächeln, seine Gegenwart. O, wie herrlich es ist, den „König in seiner Schönheit“ (Jes 33,17) zu sehen! Wir werden krank sein vor Liebe und zugleich alles Wohlbefinden in dieser Liebe finden. „Alle meine Quellen sind in dir“ (Ps 87,7). 

28. Juli 1872

„Den Herrn unseren Gott mit ganzem Herzen, ganzer Seele, ganzer Kraft und ganzem Verstand zu lieben – diese Errungenschaft wird uns in Ekstase versetzen.“

„Diejenigen, die wahre Liebe zu Christus haben, wünschen sich, immer noch mehr davon zu haben.“

„Vor allem anderen hüte dich vor einem kalten Herzen.“

„Christus wird nicht zulassen, dass deine Liebe zu ihm gestört wird. Er sagt: ,Ich bin alles für dich, und du musst alles für mich sein.’“ 

„,Eifersucht’ bringt die besondere Sensibilität der göttlichen Liebe zum Ausdruck.“

„Das eine große Hindernis für einen noch volleren Segen ist wenn sich neben Gott noch etwas anderes in unserem Herzen befindet.“

„,Denn die Liebe des Christus drängt uns‘ (2.Kor 5,14). Niemals gab es ein Schiff, das so schnell und direkt seinen Zielort anstrebte wie Paulus es tat. Er änderte nie den Kurs. Sein Blick war immer auf Christus gerichtet. Er konnte Tag und Nacht an nichts anderes denken als diesen Erlöser. Er dachte stets darüber nach, was er für ihn tun könnte, und was er tun könnte, nachdem er das getan hatte. Manchmal schien es sogar so, als ob er über das Ziel hinausschoss. Zu den Korinthern sagte er: ,Ich weiß, ihr denkt, dass ich manchmal neben mir stehe.’ Diese Liebe war für Paulus so präsent, dass es ihm recht leicht fiel, alles hinter sich zu lassen. Er sagte: ,Ihr müsst mich nicht bemitleiden. Ich betrachte alles als Verlust um Christi Willen.‘ Er war von der Schönheit Christi fasziniert. Er war von seiner Liebe ganz eingenommen. Wir sehen ihn im Gefängnis, und was tut er dort? Er lacht und singt. Mitten im Schiffbruch ist er genauso fröhlich wie an Land. Diese Liebe war wie eine Aura um ihn herum. Erinnere dich an die Liebe, die Jakob für Rahel hatte. Sieben Jahre lang hat er für sie gearbeitet, und es erschien ihm nicht als Anstrengung, weil er immer in Reichweite des Klanges ihrer für ihn so lieblichen Stimme und Schritte war. Ist es nicht auch bei uns so, wenn wir Christus lieben?“

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