16. Gott in Christus

„Suche uns heim mit deinem Heil – denn es gibt noch so viele Facetten deiner Gerechtigkeit, die wir gerne von dir offengelegt haben wollen.”

Und ich werde ihn lieben und mich ihm offenbaren.

Joh 14,21

Mein Herr und Retter erfüllt meine Seele mehr und mehr. Wahrhaftig ist er mein ganzes Heil und mein ganzes Verlangen.

18. Februar 1872

Es ist eine Zeit großer politischer Aufregung. Aber ich bin jetzt weniger bewegt von all diesen Veränderungen. Meine Zeit auf Erden könnte schon bald zu Ende sein. Das sühnende Blut ist mehr denn je wertvoll für mich. Ich betrachte die Gerechtigkeit Christi als herrlicher denn je. Christus selbst ist liebenswert über alles.

10. April 1880 

„Ich kann kaum glauben, dass jemand ein Christ sein kann, ohne täglich in der Flucht zum Sühnewerk Christi sein Heil zu suchen.“ 

„Wenn du auf das Blut verzichten kannst, bist du ein abtrünniger Christ.”

„Versuche nicht, Religion an Christi Stelle zu setzen. Das Herz der Religion ist es, Christus zu kennen und ihn besser zu kennen und ihn noch besser zu kennen. Ihn einst zu sehen, wie er ist, und ihm einst gleichgestaltet zu werden.”* 

„Viele wollen das Heil, aber sie wollen nicht den Heiland.” 

„Jede Pflanze braucht eine ganze Sonne und jeder von uns braucht einen ganzen Heiland.”

„Erlösung bedeutet nicht, in den Schatten des großen Felsens zu fliehen. Es bedeutet, zu dem Mensch zu fliehen, der unser Zufluchtsort ist, und unseren Kopf in seinen Schoß zu legen.“

„Christus sagt nicht: ‚Ich werde dir den Weg zeigen’ sondern ‚Ich bin der Weg’ (Joh 14,6). Er sagt nicht nur: ‚Ich werde dir das Brot des Lebens geben’ sondern er sagt: ‚Ich bin das Brot des Lebens’ (Joh 6,51).”

„Ein Gott, der nicht durch Christus gesehen wird, ist überhaupt nicht Gott.”

„Ströme vom Wasser des Lebens sind ledigliche frische Blicke auf Christus.”

„Die gute Nachricht entfernt den Stachel aus allem, was der Mensch schlechte Nachrichten nennt.”

„‚Habe deine Lust am HERRN’ (Ps 37,4). Mitten im Paradies ohne all seine wundersame Schönheit wäre es kein sehr glücklicher Ort gewesen, wenn Gott selbst nicht gekommen wäre und mit Adam in der Kühle des Tages spaziert wäre. Denn die Freude des Menschen, als er noch nicht gefallen war, war an Gott selbst. Seine Gaben würden nie seinen Platz einnehmen. Wir haben das Paradies verloren, aber wir haben nicht den Herrn verloren. Wir haben unsere Freude zurückbekommen, obwohl wir das Paradies noch nicht zurückbekommen haben. Wir können alles finden, was uns in Ihm glücklich machten wird. Es ist die persönliche Begegnung mit dem Herrn von Angesicht zu Angesicht, die Ruhe gibt. Das Blut gibt dem Gewissen Ruhe, aber das Herz sehnt sich nach etwas mehr – und das ist Gemeinschaft mit dem, der uns dieses sühnende Blut gegeben und damit unsere Seelen benetzt hat.”


* Anspielung auf 1Joh 3,2

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