15. Die Freude am Herrn

„Verwandle mich, Herr, von Herrlichkeit zu Herrlichkeit in dein Bild (vgl. 2.Kor 3,18), bis die Herrlichkeit kommt.”

Und aus einem Strom der Freude gibst du ihnen zu trinken.

Ps 36,9; NGÜ

Ich bin gelehrt worden, dass Freude im Geist der Zustand ist, in dem Gott uns für andere zu einem Segen macht. Freude fließt aus der Gemeinschaft mit ihm – mir ist bewusst geworden, dass, egal welch Schmerz oder Demütigung gerade auf unsere Gemüter drückt, sie in gewissem Maße einem frischen Geschmack von Gottes Liebe weichen sollten, wenn wir predigen.

22. Februar 1846 

Ich suche die „unaussprechliche Freude“ an ihrer Urquelle; „an ihn glaubt ihr” (1.Petr 1,8).

8. September 1849 

„Dieser einfache Gedanke hat heute einen starken Eindruck bei mir hinterlassen:  ‚Unsere Freuden fangen erst an.’ Ja, die Freuden, die wir geschmeckt haben, sind nur ein Vorgeschmack. Alles, was wir hier erhalten, ist nur eine Anzahlung und nichts mehr. Aber dann, so wahr unsere Freuden erst anfangen, so enden unsere Sorgen. Sie werden bald vorüber sein, unsere letzte Träne vergossen, unser letzter Seufzer geseufzt, die letzte Falte auf unserer Stirn durch die Hand geglättet werden, die die Krone der Herrlichkeit auf unser Haupt setzt. ‚Komm, Herr Jesus!’”

„‚Freut euch!’ ist ebenso ein Befehl wie ‚Tut Buße!'”

„Kultiviere Freude genauso wie du Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit kultivierst.”

„Das Öl der Freude beruhigt die Wellen der Sorgen.”

„Warum sollten wir Angst haben, uns zu freuen, wenn Gott doch keine Angst hat, uns Freude anzuvertrauen?”

„Wir sind seltsame Wesen. Es gibt nichts, was wir uns sehnlicher wünschen als Freude, und doch schrecken wir davor zurück, mehr als nur ein paar Tropfen zu nehmen, wenn der Kelch in unserer Reichweite ist. Der Heilige Geist will, dass wir den Kelch des Segens bis auf den letzten Tropfen austrinken.”

„Liebe ist das Motiv für die Arbeit. Freude ist die Kraft für die Arbeit.“

„Wäre es richtig gewesen, dass der verlorene Sohn am Tisch sitzt und Tränen in seinen Becher vergießt und sich sagt: ‚Ich darf mich nicht freuen’, wo doch der Vater gesagt hat: ‚Es geziemte sich aber fröhlich zu sein und sich zu freuen’ (Lk 15,32; Elb)?”

„‚Bleibet in meiner Liebe‘ (Joh 15,9). Lebet im Sonnenschein.”

„Liebe und Freude sind die beiden herausragenden Früchte des Geistes. Wenn du diesen freudigen Geist schätzen kannst, wirst du ein nützlicher Zeuge sein, selbst wenn du niemals ein Wort sagen solltest. Versuche deine Stirn niemals zu runzeln.“ 

„‚Er erfülle euch mit aller Freude und mit Frieden’ (Röm 15,13). Wenn er dich damit erfüllt, wird es keinen Platz für Irdisches mehr geben.”

„Es gibt weit mehr Menschen, die durch die Freude eines Gläubigen zum Nachdenken gebracht werden als durch irgendwelche Worte, die er spricht.”

„Ich hoffe, du bist auf deinen Weg und singst dabei weitere Noten des ‚neuen Liedes’ und stimmst dein Herz auf den Halleluja-Chorus ein, wenn der Herr mit allen seinen Heiligen kommt. Es ist ein klein Ding, den Himmel mit Liedern erklingen zu lassen – der herrlichen Ehre, die uns zuteil wird, um diese Wildnis, dieses Tal von Baka*, diese Erde, die noch unter dem Fluch steht, wieder und wieder mit freudigem Lobgesang für unseren unendlich geliebten Herrn und König aller Könige erklingen zu lassen!“


* Eine Anspielung auf Psalm 84,7: „Wenn sie wandern durchs Bakatal, machen sie’s zum Quellengrund, den auch der Frühregen kleidet in reichen Segen” (Menge). 

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