17. Das Schild des Glaubens

„Lehre diesen geplagten Gläubigen, der mit Versuchungen kämpft, wie er mit dem Schild des Glaubens umgehen soll.“

Sagt zu denen, die ein verzagtes Herz haben: Seid tapfer und fürchtet euch nicht!

Jes 35,4

Ich habe den Mangel an jeglichem Guten in mir noch nie so klar verspürt wie jetzt, sodass ich bis jetzt noch nie so aufrichtig ausrufen konnte: „In meinem Fleisch ist nichts Gutes“ (Röm 7,18).

24. Juli 1842

Ich habe erkannt, dass unser Glaube dann groß ist, wenn unsere Gedanken über unseren Herrn groß, bedeutend und erfüllend sind. So war es auch mit dem Hauptmann, und er ging hinfort mit einem völlig erhörten Gebet.*

20. August 1878

„Gibt es Anzeichen für eine steigende Flut? Ich sehne mich danach, vom Passatwind des Himmels erfasst zu werden, der uns umso schneller zu der Wirklichkeit einer besseren Welt nach Hause bringt. Wie süßlich ist doch dieser Vers: ,Christus ist das Ende des Gesetzes zur Gerechtigkeit’ (Röm 10,4). Halte ihn dir vor Augen als den wahren Erfüller unseres Dienstes.

„Richte deine Augen zum Himmel, Bruder. Wir müssen uns darauf konzentrieren, wie der Herr verherrlicht werden will. ,Keiner von uns lebt sich selbst‘ (Röm 14,7). Denk nicht an Kraft oder den Mangel an Kraft, Trost oder Mangel an Trost in unserem Predigen und unserem Dienst. Alles, was wir tun müssen, ist unser Bestes zu geben, so wie wir die Kraft dazu zur rechten Zeit empfangen. Wie bereits Robert Murray M’Cheyne sagte: ,Der Herr kann uns zeigen, wie wir sogar mit einem löchrigen Netz Fische fangen können.‘“

„,Seid getrost’ (Joh 16,33). Unsere Werke erretten uns nicht. Unsere Misserfolge zerstören uns nicht. Unsere Verdorbenheit und Unvollkommenheit führen nur dazu, dass wir umso mehr für immer in der Schuld Jesu stehen. ,Wer glaubt, der wird gerettet werden‘ (Mk 16,16).“

„Richte dein Antlitz zur Sonne hin, so wirst du nie die Schatten hinter dir sehen.“

„Wir sollten unsere Entmutigungen als Gnadenmittel betrachten.“

„Selbst die Rückfälle seines Volkes wendet Christus zu ihrem Guten.“

„Manchmal muss uns der Herr aus den uns erlaubten Bequemlichkeiten herausnehmen, und so manches Mal muss er uns sogar aus unseren geistlichen Freuden herausnehmen.“

„Der Glaube lässt Riesen wie Grashüpfer aussehen, und Unglaube lässt Grashüpfer wie Söhne Enaks aussehen.** Der Unglaube blickt auf die Schwierigkeiten, der Glaube aber blickt auf Gott.“

„Denke daran, auf dem Feigenbaum steht geschrieben: ,Habt Glauben an Gott‘ (Mk 11,22).“

„Gott füllt unsere Hände mit Arbeit, aber er überlastet uns nicht. Wenn wir überlastet sind, dann ist es Zeit für uns aufzuhören.“

„Es ist nicht das Fühlen, das Festhalten, das Entschließen, sondern der Glaube, der uns hindurchträgt.“

„Zweifel und Angst sind kein Erkennungsmerkmal eines Gotteskindes. Sie sind Überreste der alten Natur, Splitter im Auge des Glaubens. Lass ihnen keinen Raum.“

„Wenn wir mit Christus verbunden sind, so können wir sagen ,ich bin in Christus‘ ebenso wie ,Christus ist in mir‘. Mein Glaube muss nicht wanken, denn meine Gerechtigkeit finde ich im Himmel. Ich mag sie aus den Augen verlieren, aber sie ist immer noch da. Dort am See Genezareth liegt das Boot. Es wird Nacht, und die Jünger sind in Gefahr. Stellen wir uns vor, dass es zwei Engel gibt, die das Ganze beobachten. Nun sagt der eine: ,Da sind die Jünger des Meisters, und sie befinden sich in großer Gefahr‘. Der andere entgegnet: ,Kein Grund zur Angst. Sie sind des Meisters Eigentum. Er ist am Berg und betet dort für sie.’ Etwas später sehen sie, wie der Meister den Berg verlässt, über den See wandelt und in das Boot steigt. ‚Ah‘, sagen sie nun, ,jetzt ist es unmöglich für sie zu sinken. Er ist ja bei ihnen im Boot.‘”


* Anspielung auf Mt 8,5-13

** Die Söhne der Enakiter sind Riesen. Anspielung auf 4.Mose 13,33

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