13. Im tiefsten Tal

„Mögen wir unseren Willen dem deinen unterwerfen und dabei verspüren, wie uns eine Last abgenommen und dir auferlegt wird.“

Es ist für den Jünger genug, dass er sei wie sein Meister.

Mt 10,25

„,Und [sie] empfingen jeder einen Denar.‘ (Mt 20,9) War es um uns davon abzuhalten, ehrgeizig wie die Jünger zu sein, dass er dies von den Arbeitern sagte? Wir neigen dazu, nach Größe im Himmelreich zu streben. Es fällt mir oft schwer, damit zufrieden zu sein, der Geringste und Diener von allen zu sein, immer auf der niedrigen Stufe der freien Gnade zu stehen, ohne dass irgendeine persönliche Eigenschaft oder Qualität einen Unterschied zwischen mir und dem in der letzten Minute aus dem Feuer geholten Holzscheit macht.* Wir müssen Christus so hoch erheben, dass wir uns selbst nicht mehr sehen, während wir auf ihn schauen.“

Im Vergleich zu anderen Tagen sind meine Ambitionen momentan sehr kläglich. Mein ganzes Verlangen ist es, Seelen zu gewinnen und Gott besser zu kennen, und dann letztendlich in seinem Königreich zu sein.

14. Oktober 1871

„Gräme dich nicht, weil du nicht der Erste bist. Wir können nicht alle der Älteste sein. Jemand muss der Jüngste sein.”

„Im Königreich Christi hoch aufzusteigen bedeutet viel zu dienen.“

„Engel werden niemals Könige sein. Sie werden immer Diener bleiben.“

„Manch anständiger Mensch ist darin sehr entschieden, sich von Gott Seelen zu erbitten. Es kann jedoch sein, dass dies nicht der beste Dienst ist, den du für Gott tun kannst. Der beste Dienst, den du ihm erweisen kannst, ist sich seinem Willen zu unterwerfen.“

„Selbstverleugnende Arbeit ist himmlische Arbeit.“

„Der beste Teil des christlichen Dienstes ist der, den nur Gott sieht.“

„Gib dich damit zufrieden, dass der Herr bestimmt, wie er seine Segnungen verteilt – ob wir nun alles bekommen was wir wollen oder nicht.”

„Du musst dich nicht vor zu viel Gnade fürchten. Große Gnade macht einen Menschen niemals stolz. Aber ein wenig Gnade kann sehr wohl einen Menschen aufblähen. Fürchte dich vor ein wenig Gnade. Große Gnade bläht niemals auf.“ 

„Wir werden uns im Königreich mit Abraham, Isaak und Jakob zusammensetzen, nicht über sie, denn sie haben auf Gott gehofft, obwohl sie noch in vielem im Dunkeln waren.“

„,Viele der Ersten werden die Letzten sein.’ Sogar nachdem die Apostel zu Pfingsten mit dem Heiligen Geist erfüllt worden waren, wurden sie von dem jungen Stephanus übertroffen. Er übertraf die Apostel und er übertraf die ganze Welt. Ganz Jerusalem wurde erschüttert, und die Feindseligkeit der Priester und Schriftgelehrten brach hervor. Die Apostel hatten noch nie wie das Licht geschienen, daher wurden sie in Ruhe gelassen. An diesem Tag gab es jemanden, der Stephanus beobachtete, der weit hinter den Aposteln war, aber bald der Erste werden sollte. Er übertraf sie alle. Er erschütterte die ganze Welt, wie Stephanus ganz Jerusalem erschüttert hatte. Das alles ist eine Gnadengabe Gottes.”


*Vermutlich Anspielung auf Sacharja 3,2

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