09. Die Verlorenen suchen

„,Wache auf! Wache auf! Ziehe Stärke an, du Arm des HERRN!’ (Jes 51,9) Dieser Arm hat bereits viele Scheite aus dem Feuer gerissen und sich um zahlreiche Lämmer gelegt.”

„Rufe mich an, so will ich dir antworten und dir große und unbegreifliche Dinge verkünden, die du nicht weißt.“

Jer 33,3

Ich befürchte sehr, dass ich in eine leichtsinnige Zufriedenheit mit der Wahrheit und dem voranschreitenden Werk abgedriftet bin, ohne zu sehen, dass täglich Seelen hinzugetan werden. Sich an der Predigt und der Lektüre des Wortes zu erfreuen ist nicht dasselbe, wie ein leuchtendes Licht in einer dunklen Welt zu sein.

30. Dezember 1876

„Ich sehne mich immer mehr danach, vom Geist erfüllt zu werden und zu sehen, wie meine Gemeinde vom Wort berührt und formbar gemacht wird, wie zu großen Erweckungszeiten, als ,die Stätte [erbebte], wo sie versammelt waren‘ (Apg 4,31), weil der Herr in Vollmacht herabgekommen war.“

13. Dezember 1880

„Schreibe mir bald und lass mich jegliches wissen, womit ich die Seele in trägen Zeiten wieder aufrütteln kann. Geht es dir manchmal auch so, dass wenn du in deiner Herde keine Anzeichen für das Wirken auf Bekehrungen hin siehst, deine eigene Seele die Motivation verliert, diesem Werk nachzugehen? Ich merke das oftmals bei mir selbst. Ja, gerade momentan fühle ich mich so.“

„Ein Merkmal der göttlichen Ruhe ist, dass sie einerseits ausgiebige Ruhe für uns selbst und andererseits ausgiebige Ruhelosigkeit für die Seelen Anderer verleiht.“

„Es ist uns nicht nur erlaubt, denen, die abseits unseres Weges liegen, Gutes zu tun. Wir müssen es sogar tun, wenn wir das Volk des Herrn sind.“

„Gott segnet diejenigen, die mehr tun, als von ihnen gefordert wird.“

„In der Hölle gibt es keine Lauwarmheit. Im Himmel gibt es keine Lauwarmheit. Lauwarmheit findet man nur in der Gemeinde.”

„Ich höre es nicht gern, wenn jemand sagt: ‚Ich belästige andere Menschen nicht mit meiner Religion‘. Ein Gläubiger muss Andere mit seiner Religion belästigen.“

„Bevor du errettet wurdest, konntest du nichts tun, um Gott zu gefallen. Nachdem du errettet wurdest, kannst du nicht genug tun, um ihm zu gefallen.“

„Oftmals vollbringen wir vielleicht durch einen stillen Blick viel mehr als durch einen Schwall an Worten.“ 

„Dem Namen des Herrn zu gedenken bringt einen Lohn mit sich (Mal 3,16). Dies ist eine stille Art, Gott zu dienen, die jedem offen steht.“

„In einem erfüllten Herzen befindet sich mehr Echtheit als in sonst etwas.“

„Gott wusste, welch ein Schmerz es für Philippus gewesen sein musste, die große Erweckung in Samaria hinter sich zu lassen, um sich aufzumachen und einer einzigen Seele in der Wüste zu begegnen. Deshalb sandte er seinen Engel, der ihm sagte, dass er gehen solle. Es war als ob Christus ihm gesagt hätte: ,Ich habe die Neunundneunzig in der Wüste zurückgelassen, um das eine verlorene Schaf zu finden. Geh du nun und finde dieses eine verirrte Schaf in der Wüste.‘“

„,Ohne mich könnt ihr nichts tun‘ (Joh 15,5; LÜ 12). Es ist der Wille Christi, dass die Welt durch die Christen als Vermittler beeinflusst wird, sodass gleich wie wir sagen ,Ohne ihn können wir nichts tun‘, gleichwohl auch er sagt ,Ohne euch kann ich nichts tun‘.”

„Wenn du sagst, dass deine Hände voll sind, so ist es genau das, was sie sein sollten.“

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