Salz und Licht in Beziehungen (Teil 2)

Hier nun die Fortsetzung des Artikels (Teil 1): Wir haben begonnen bei

  • Gott, der ewig in Beziehung lebte
  • dem Menschen, der in seinem Ebenbild geschaffen wurde (beziehungsfähig)
  • der Sünde, die Beziehungen zerstörte

Nun fahren wir fort, im Evangelium …

4. Die große Rettungsaktion GottesBeziehung(en) wiederherstellen:
Seine Mission war es diese Beziehung(en) wiederherzustellen. Zuerst zwischen dem Menschen und sich selbst, und als eine Konsequenz daraus auch zwischen den Menschen (dem Nächsten). Einige wenige Bibelstellen dazu:

Zu Gott (vertikal):

  • In dem Vertrauen auf diese Wiederherstellung durch Jesus Christus konnte „Abraham Freund Gottes genannt“ (2 Chr 20:7) werden.
  • Röm 5:10 „…als wir Feinde waren, wurden wir versöhnt…“
  • Joh 15:14 „Ihr seid meine Freund, wenn ihr tut, was ich euch gebiete.“ Diese ursprüngliche Abhängigkeitsbeziehung kann wiederhergestellt werden.

Zu Menschen (horizontal):

  • In den NT-Briefen werden wir stets aufgefordert in Beziehungen zu investieren, Versöhnung und das Gute des anderen zu suchen (zu Geschwistern und zu allen Menschen wie etwa in Gal 6:10).

Gott hat den Gläubigen also gerettet und wiederhergestellt, aber wozu?

5. Der Auftrag Jünger zu machenin Beziehungen:
Um immer mehr so zu werden wie Er, ihm ähnlicher. Wie tun wir das? Indem wir Salz und Licht sind, also Würze dort wo es geschmacklos ist und Licht, wo Dunkelheit ist. Es ist natürlich, dass Gott hier Beziehungen im Blick hat. Warum?

  • Jesus selbst lebte es vor: Er lebte drei Jahre seines öffentlichen Dienstes in täglicher Gemeinschaft mit Menschen. Er wählte Zwölf aus, und von diesen Zwölfen Drei, in die er sich besonders investierte. Lies mal die Evangelien mit der Frage im Hinterkopf: Wie investiert sich Jesus in andere Menschen? Wo nimmt er sich Zeit für sie?
  • In den Evangelien gibt es laut Hencher 132 Situation, in denen Jesus Menschen begegnet. Sechs dieser Menschen begegnete er im Tempel und vier in der Synagoge. Bei 122 von 132 suchte Jesus den Kontakt in dem natürlichen Umfeld der Menschen, dort wo ihr Alltag stattfand.¹
  •  Mt 11:19 oder Lk 7:34: „Der Sohn des Menschen ist gekommen … und sie sagen: Siehe, ein Fresser und Weinsäufer, ein Freund von Zöllnern und Sündern.Warum solch ein Urteil? Weil sein natürlicher Umgang mit Menschen und sein Alltag das widerspiegelte.
  • Uns das vorlebend verlässt Jesus die Menschen in Mt 28:16ff  mit dem großen Missionsbefehl: Was bleibt nun zu tun? Jünger-Machen. Dieses Jünger-Machen geschieht per Definition in Beziehung (taufen und lehren in allen Facetten des Lebens).

Fazit: Wenn wir also in diesem Sinne Freunde sein wollen, dann handeln wir im ursprünglichsten Schöpfungswillen Gottes und des Evangeliums würdig. Wir müssen sehen wie weit diese Frage reicht, nur dann wird es unser Herz bewegen. Fünf Tipps ein besserer Freund zu sein und drei Ermahnungen, sich mehr in andere zu investieren, reichen nicht, um das Herz zu bewegen und unsere Gewohnheit zu ändern. Ich hoffe dieser Meta-Blick stimuliert dein Herz.

 

¹ Hencher, Mike. Learning about – Evangelism. Fearn, Ross-shire: Christian Focus Publications, 2002. S.9.


 

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