Salz und Licht in Beziehungen (Teil 1)

Hier folgt ein Plädoyer für Freundschaftsevangelisation:

  • Was ist damit gemeint? Unter Freundschaftsevangelisation verstehe ich das bewusste Investieren in Menschen, die Jesus nicht lieben und kennen, mit dem Ziel, dass sie es tun.
  • Was ist damit nicht gemeint? Das Investieren in eine andere Person ist kein Mittel zum Zweck. Vielmehr entspricht es dem Schöpferwillen Gottes.

Begründung mit der Bibel: Ich möchte dazu kurz auf die große Geschichte der Bibel, das Evangelium, schauen, um darüber zu reflektieren, was das für Freundschaftsevangelisation bedeutet.

1. Der dreieinige ewige Gottin Beziehung:
Gott lebte ewig in Beziehung: Vater, Sohn und Geist. Gott gibt es nicht außerhalb von Beziehung. Diese enge, untrennbare Beziehung charakterisiert Gott, noch bevor es sonst irgendwen gab.

2. Das Geschöpf im Ebenbild Gottes – in Beziehung:
Dann schuf Gott den Menschen, und zwar „ihm ähnlich“. Die Beziehungsfähigkeit ist eine starke Ebenbildlichkeit, im Unterschied zu anderen Geschöpfen. Ähnlich wie Gott, ist der Mensch beziehungsorientiert.

– In Beziehung zum Schöpfer (vertikal): Das Geschöpf, der Mensch, sollte in harmonischer und sehr guter Beziehung zum Schöpfer leben. Die Beziehung war definiert durch die völlige Abhängigkeit zum Ihm.

– In Beziehung zum Mitmenschen (horizontal): Weiters sollte der Mensch nicht allein sein, sondern in Beziehung mit anderen leben. Gott „vervollkommnete“ seine Schöpfung durch einen zweiten Menschen. Das „Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei“ gilt für die Ehe, aber natürlich auch für alle Aspekte des Lebens.

Der Mensch hat echte Würde, weil er Gott-ähnlich geschaffen ist. Das ist gewaltig! Jedes Wort und jede Handlung unsererseits soll getrieben sein von dieser Wahrheit: Ich begegne einem Abbild des ewigen, dreieinigen, in Beziehung lebenden Gottes.

3. Die Sünde zerstörtBeziehungen:
Die Abbilder Gottes (Menschen) haben sich jedoch für die Unabhängigkeit entschieden. Diese Rebellion (Sünde) führte zum Tod – physisch und geistlich. Die ursprüngliche Beziehung(en) gibt es so nicht mehr; weder vertikal, noch horizontal.

Vertikal: Nicht zu Gott, weil der Mensch geistlich tot ist (Eph 2:1) und von sich aus nicht zu Gott kommen kann. Ein Toter kann sich selbst nicht wiederbeleben. Die Beziehung zum Schöpfer ist zerstört.

Horizontal: Nicht zu Mitmenschen, weil sich die Menschen nicht mehr liebend und achtend ergänzen wollen, sondern sich zum eigenen Vorteil ausnutzen. Ichliebe ist das neue Motto, nicht Nächstenliebe. Unmittelbar nach der ersten Sünde ist das bereits klar ersichtlich: „Er war es!“, „Sie war es!“ und „Du warst es, weil du sie mir gegeben hast!“. „Er / Sie / Du bist das Problem. Beseitige das Problem und alles ist gut.“ Die Beziehung zum Mitmenschen, die Gott widerspiegeln soll, ist zerstört.

Lies dazu weiter in Teil 2 (HIER).


 

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