Buchrezension: Lügen, die wir Frauen glauben

Liebe Freunde, hier kommt wieder einmal ein Beitrag von einer Frau für Frauen:

In „Lügen, die wir Frauen glauben“, ein Buch, das ja bereits zu einem christlichen Klassiker für Frauen geworden ist, zeigt Nancy Leigh DeMoss (Moderatorin von Revive Our Hearts) auf, wie die erste Sünde im Garten Eden auf eine Lüge über Gott zurückzuführen ist. Dort stellte die Schlange Eva die Frage, ob Gott tatsächlich gesagt hätte, sie dürfe von keinem Baum des Gartens essen (wir wissen: Gott verbot nur von einem Baum zu essen). Sie verwirrte Eva mit falschen Aussagen und pflanzte die folgenden Fragen in ihren Kopf: „Ist Gott wirklich gut? Meint er es gut mit uns? Liebt er uns? Ist er egoistisch, weil er nicht will, dass wir so herrlich sind, wie er?“ Auf diese Verwirrung folgt dann die Lüge: „Ihr werdet nicht sterben, wenn ihr vom Baum esst.“ Dieses Gespräch führt zum gewünschten Ziel – Eva beginnt zu zweifeln, sie beginnt dem Verführer zu glauben, bis sie schließlich nach der Lüge, die sich nun in ihre Gedanken eingeschlichen hat, handelt, nach der Frucht greift und damit ihre ganze Nachkommenschaft in die Dunkelheit, in die Knechtschaft der Sünde stürzt, fern von jenem friedvollen Garten.

Bis heute hallen diese Lügen, die Eva zum Ungehorsam gegen Gott verleiteten, in unserem Denken nach. Wie unsere Mutter Eva haben wir oft falsche Vorstellungen über Gott, über das Leben mit ihm, über die Ehe, über Kindererziehung und unsere Prioritäten. Nancy Leigh DeMoss hat 40 solcher Lügen gesammelt, auf die sie am häufigsten im Denken von Frauen gestoßen ist, wie z.b.: „Gott ist doch nicht wirklich gut, sonst würde er…“, „Ich muss lernen, mich selbst zu lieben“, „Ich kann mein Wesen nicht ändern“, „Gottes Ordnung schränkt mich ein“, „Gott ist nicht ausreichend“, „Ich brauche einen Mann, um glücklich zu werden“, „Wenn ich mich meinem Mann unterordne, werde ich nur unglücklich“, „Eine Berufskarriere ist wichtiger und befriedigender als Hausfrau und Mutter zu sein“, „Ich halte das einfach nicht mehr aus“. Jede der vierzig Lügen wird im ersten Teil des Buches etwas genauer unter die Lupe genommen, beschrieben und Gottes Sicht dazu präsentiert.

Nach dem Motto – „Selbsterkenntnis ist der erste Schritt zur Besserung“ versucht die Autorin uns auf Bereiche unseres Lebens hinzuweisen, wo wir Lügen geglaubt und danach gehandelt haben. Interessant war dabei zu beobachten, dass ich auch Lügen glaubte, von denen ich mir vorher dachte: Auf diesem Gebiet habe ich kein Problem! Das Buch hätte aber keine Relevanz, wenn es hier aufhören würde – wir können uns nicht aus unserer eigenen Kraft heraus verändern. Deshalb legt Nancy Leigh DeMoss den Fokus ganz klar auf Johannes 8,36: „Wenn euch nun der Sohn freimacht, dann werdet ihr wirklich frei sein.“ Wir brauchen Jesus! Das Ziel des Buches ist also, die Lügen, die Satan uns seit der Existenz dieser Welt erzählt, aufzudecken indem wir sie mit Gottes Wahrheit konfrontieren, von ihnen umzukehren und uns von Jesus frei machen zu lassen:

Gottes Wahrheit ist eine Person: Jesus Christus. Er hat von sich selbst gesagt: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben“ (Johannes 14,6). Jesus hat den Menschen kein religiöses System angeboten. Er hat sie auf sich selbst hingewiesen. (…) Echte Freiheit findet man in einer lebendigen, wachsenden Beziehung zu Jesus selbst. Jesus (das lebendige Wort Gottes) hat sich in der Bibel (dem geschriebenen Wort Gottes) zu erkennen gegeben. Wenn wir ihn kennenlernen wollen, müssen wir sein Wort lesen, studieren und darüber nachdenken. Da gibt es keinen Ersatz und keine Abkürzung. Der Teufel stellt uns immer wieder seine Lügen vor. Damit wir uns gegen seinen Betrug wehren können, müssen unser Wesen und unser Denken von Jesus geprägt und mit seinem Wort vertraut sein. (DeMoss, Nancy Leigh: Lügen, die wir Frauen glauben. …und die Wahrheit, die uns frei macht. CLV: Bielefeld 2012 (3. Auflage), S. 232-233 )

Das Buch ist wirklich für jeden weiter zu empfehlen, denn ich kann mir nicht vorstellen, dass es eine Frau gibt, die sich in keiner der vierzig Lügen wieder findet. Selbst wenn nicht, kann man viel über Gottes Sichtweise über verschiedene Lebensbereiche erfahren und erhält biblischen Rat, der auch für eine Seelsorge-tätigkeit sinnvoll zu gebrauchen ist. Sicher ein Buch, das man immer wieder lesen kann, um sich neu auf die Wahrheit ausrichten zu lassen.

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