Gute Gewohnheiten und „Lift“

Letzte Woche hatte ich einen Artikel zum Thema Gewohnheitsänderungen in Kombination mit der Web App „Lift“ geschrieben. In diesen Nachfolgeartikel soll es kurz um die Frage gehen, wie man Gewohnheiten formuliert, damit diese auch effektiv und Erfolgsbringend sind.

Gute Gewohnheiten – Erfahrungen aus der Praxis
Wie bereits hier erwähnt, war ich früher sehr chaotisch, mein Zimmer war ständig unaufgeräumt und ich hatte ich das Gefühl, das Leben würde mich leben, anstatt ich mein Leben.
Als ich dann Zen To Done entdecken durfte und der Herr mir gleichzeitig klar machte, dass ich im Bereich Zeitmanagement viel dazulernen müsse um ihm dienen zu können, veränderte sich in den darauffolgenden eineinhalb Jahren einiges.
Und dies deshalb, weil ich eine Gewohnheit nach der anderen änderte. Jedes Monat nur eine, dafür aber mit Hingabe.
Eine der Kernthesen von ZTD, die auch gleichzeitig eine Schlüsselerkenntnis für mein eigenes Leben wurde ist:

„Fokussiere dich auf eine Gewohnheit pro Monat“

Frei nach dem Motto „weniger ist mehr“ versucht man bei ZTD eine Gewohnheit über einen längeren Zeitraum einzutrainieren, bis sie soweit sitzt, dass sie sich verselbständigt.
Dadurch, dass man nicht versucht zig Dinge auf einmal zu verändern lernt man viel effektiver und nachhaltiger. Jedes Monat wird eine Gewohnheit antrainiert, bis man am Ende von 10 Monaten das ganze System einwandfrei beherrscht.
Und tatsächlich, es funktioniert wirklich einwandfrei. Was ich dadurch lernte war, dass das Umstellen von Gewohnheiten meist in den ersten zwei Wochen mit subjektiv empfundenem Stress verbunden ist, man muss sich immer wieder daran erinnern und verspürt eine gewisse Anstrengung in der Umsetzung. Nach den zwei ersten Wochen stellt sich ein gewisser Automatismus ein, man empfindet, dass das, woran man sich immer wieder erinnern musst es zu tun, nun wie von selbst zu funktionieren scheint. Nach einem Monat sitzt die Gewohnheit dann soweit, dass sie wie automatisch funktioniert.
Neben Arbeit, Ehe, Gemeinde, Kinder und sonstigen Verpflichtungen kann es oft als zu große Belastung erlebt werden sich auf zu vieles gleichzeitig zu konzentrieren, eine Gewohnheit pro Monat reicht. Das Jahr hat 12 Monate, stell dir vor, was du erreichen könntest, wenn du pro Monat eine Gewohnheit umstellst?

Bessere Gewohnheiten
Im formulieren von Gewohnheiten hat sich für mich herausgestellt, dass konkrete Gewohnheiten die besseren sind.
Die Gewohnheit „Bibellesen“ ist zu unkonkret und dadurch ist für mich schwer messbar ob ich mein Ziel erreicht habe oder nicht. Habe ich mein Ziel nach 5 Minuten Bibellesen, nach 10, 20 oder einer Stunde erreicht? Gilt meine Gewohnheit als erreicht, wenn ich nur irgend einen Text gelesen habe, oder folge ich einem Plan?
Eine Gewohnheit sollte deswegen

  • einen konkreten Zeitrahmen umfassen (z.B. eine Stunde), oder
  • einen Zeitpunkt benennen (morgens, oder abends) und
  • so konkret wie möglich formuliert sein.

Eine schlechte Formulierung wäre: „Lesen“, eine gute hingegen: „Eine Stunde Johannes Evangelium lesen“. Eine weitere schlechte Formulierung wäre: „Putzen“, eine Gute hingegen: „Samstags Hausputz“, oder „Jeden Tag einen Bereich putzen“.
So wird eine Gewohnheit messbarer und du verspürst beim Erreichen deines Ziels ein klareres Erfolgserlebnis.

 

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