Rezension: Timotheus Magazin #18 – Geld, Besitz & Ewigkeit

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Das neue Jahr startet auch mit einer neuen Ausgabe des Timotheus Magazins durch, das Thema ist diesmal “Geld, Besitz & Ewigkeit”. Vielleicht denkt der eine oder andere jetzt: “Was hat das mit meinem Glauben zu tun ist das nicht weltlich? Warum soll ich mich mit so vergänglichen Dingen beschäftigen?” Diese Einstellung fördert zu Tage, dass wir oft anonyme Gnostiker sind. Dem gegenüber steht die Lehre Jesu mit beiden Beinen fest auf dem Boden der Tatsachen, denn er weiß, dass wenig so sehr zeigt woran das Herz eines Menschen hängt als wo sein Geld hinfließt. Wenn man die Evangelien liest, erstaunt es einen wie oft Jesus über Geld spricht. Unser Umgang mit Geld ist ein wichtiger Teil unserer Verwaltung der Gnade Gottes. Wir müssen diesen Bereich, wie jeden anderen (Zeit, Familie, Arbeit, Freizeit, …), unter die Herrschaft Christi bringen. Diese Ausgabe soll eine Hilfe dabei sein.

Wie Gott unser Geld beeinflusst – Jonathan Parnell

Der Autor nimmt uns mit hinein in Hebr 13,5 und erinnert uns daran genügsam und frei von Geldliebe zu leben. Das ist aber kein Selbstzweck oder ein Gesetz, das in einem Vakuum steht, sondern folgt daraus, dass wir einen größeren Schatz gefunden haben. Gib dich nicht mit Geld zufrieden.

Dass wir Gott haben und alles, was er uns gegeben hat, verändert unsere Perspektive auf Geld und Besitz drastisch. Wir lieben Geld nicht und wir sind genügsam mit dem, was wir haben, weil wir Ihn haben.

Das Wohlstandsevangelium – Hans-Werner Deppe

 

Der zweite Artikel beschäftigt sich mit dem Wohlstandsevangelium und leistet wertvolle Aufklärungsarbeit. Dabei schreckt er nicht zurück Namen zu nennen, bleibt aber sehr fair und ausgewogen wie ich finde. Ich nenne an dieser Stelle auch einige Vertreter die im Artikel kurz gestreift werden: Joyce Meyer, Reinhard Bonnke, Paul Crouche, Wolfhard Margies, Kenneth Hagin, Robert Tilton.

So wie Charismatiker und Pfingstler in Sachen Gesundheit den Kranken selbst die Schuld geben, wenn sie nicht geheilt werden – „du hast zu wenig Glauben; du betest nicht richtig; du hast eine versteckte Sünde in deinem Leben; du musst nur den richtigen Heiler aufsuchen oder die richtige Methode anwenden …“ – so beschuldigen sie auch arme, bedürftige und mittelmäßige Christen, dass ihre Knappheit dieselben Ursachen habe: geistliche Defizite.

Gott & der Mammon – Sascha Bär

Sascha Bär der aus den Arabischen Emiraten schreibt und deshalb sicher eine besondere Perspektive zum Thema Gott & Mammon mitbringt, legt das Verhältnis von Christ und Geld dar und gibt auch praktische Tipps und Fragen zur Selbstprüfung.

Für was setzt du dich ein? Womit verbringst du deine Zeit, deine Energie? Kreisen deine Gedanken immer und immer wieder um die Dinge, die du dir gerne anschaffen würdest?

Geld, Besitz & Ewigkeit – Stefan Beyer

Das Buch “Geld, Besitz & Ewigkeit” von Randy Alcorn gilt als ein Standardwerk zu diesem Thema und muss für den Titel dieser Ausgabe als auch des vierten Artikels herhalten. Im Schnelldurchgang werden die zentralen Themen des Buches durchgegangen, dabei aber nicht einfach übernommen sondern zum Teil auch kritisch hinterfragt. Der Artikel macht auf jeden Fall Lust, das Buch zu lesen.

Haushalterschaft im Neuen Testament setzt Verantwortlichkeit im Umgang mit den anvertrauten Gütern voraus. Der Haushalter sollte treu und fleißig sein. Er sollte Weisheit beim Investieren benutzen und sich bereitmachen für die Rückkehr seines Herrn.

Ein Leben der Großzügigkeit – Larry Norman

Der Beitrag von Larry Norman hat mir am besten gefallen. Larry zeigt, dass wir zu einem Leben der Großzügigkeit berufen sind aber dies nicht einfach aus eigener Kraft können. Er zeigt dass unser Geben in Gottes Geben als Motivation und Kraft begründet ist. So wie wir lieben weil er uns zuerst geliebt hat (1.Joh4,19) so geben wir auch weil er zuerst gegeben hat. Liebe ist überhaupt eine gebende Angelegenheit. Wir müssen Gott im Geben ähnlicher werden und wie geht das? Indem wir Christus anschauen. (2. Kor 3,18) Er geht auch noch auf andere legitime Motivationen für das Geben ein. Zum Beispiel weil wir einen großen Gewinn erwarten etc. Oft wissen wir das wir großzügiger sein sollten aber nicht wie und dabei hilft uns dieser Artikel.

Siehst du? Gott ist kein Tyrann, der jeden ausrauben will. Kein Sumpfloch, das alles verschlingt. Er ist eine ewige Quelle, die immer weiter gibt und spendet.

Wenn du einen „geizigen Gott“ anbetest, wirst du anderen nicht mal einen Euro fröhlich geben wollen. Wenn aber unser Gott in großzügiger Liebe und Wonne alle beschenkt, so wirst du mit jedem Blick auf ihn freigiebiger.

August Hermann Francke – Peter Wall

Ein Biografischer Artikel zu August Hermann Francke war sehr gut geschrieben und informativ. Er motiviert einen, sein Geld zu investieren wo es wirklich nützlich ist, in Franckes Fall die Schule. Es wäre ohnehin gut auf der Basis der Heiligen Schrift so wie Francke es damals tat auch heute wieder Schulen zu gründen.

Nach seiner Bekehrung fing Francke an, das Augenmerk immer mehr von sich weg hin zu seinen Mitmenschen zu wenden. In Hamburg wurde er durch seinen neuen Freund Nikolaus Lange dazu bewegt, aufgrund der Missstände in der Erziehung und Bildung eine Privatschule für Kinder zu errichten. Franckes sehnlichster Wunsch war es, von Gott berufen zu werden, das Schulwesen zu verbessern und den Heranwachsenden eine gute christliche Erziehung zu bieten.

Mammons Erben – Lars Reeh

Ein kurzes Essay zum Thema Geld fordert uns heraus unsere Priorität richtig zu ordnen und Geld nicht zu verteufeln sondern zu wissen und zu leben, dass Glaube, Gnade und Gehorsam unendlich besser sind und uns auf den Himmel zu besinnen.

Geld ist gut, Glaube ist besser. Gnade und Gehorsam sind auch besser. Besinne dich auf die Ewigkeit im Himmel. Kind Gottes, dein Glaube ist kostbarer als Gold. Glaubst du das?

Wohlstand im Alten Testament – Andreas Münch

Andreas Münch schreibt in der Rubrik Schriftgelehrt zum Thema Wohlstand im Alten Testament und wie das für uns heute zu verstehen ist. Dabei bleibt er nüchtern und zeigt neben den positiven Aussagen zum Reichtum im Alten Testament auch die Warnungen und Anweisungen zum richtigen Umgang damit auf.

Ich begann meine Ausführungen mit Abraham. Gott segnete diesen Mann materiell, um sich ein großes Volk zu erschaffen, das ein Licht für die Völker sein sollte. Aus diesem Volk kam letztendlich derjenige hervor, von dem Paulus schrieb: Denn ihr kennt die Gnade unseres Herrn Jesus Christus, dass er, da er reich war, um euretwillen arm wurde, damit ihr durch seine Armut reich würdet (2. Korinhter 8,9). In Jesus schenkt uns Gott kein dickes Bankkonto, sondern Vergebung der Sünden und die Gemeinschaft mit Gott, die kostbarer ist als aller Reichtum dieser Welt.

Zwei Interviews runden die Ausgabe ab.

Fazit:

Besonders gefallen haben mir die Interviews, es war ein sehr ermutigender Einblick in den Dienst dieser beiden Männer.

Ich habe schon zu oft gesagt, dass diese Ausgabe die beste bis jetzt ist und so hat diese Phrase an Bedeutung verloren, aber ich muss es einfach noch einmal sagen. Die ist die beste Ausgabe bis jetzt. Die Ausgabe deckt fast alles ab was zu diesem Thema zu sagen ist und verschafft einen sehr guten theoretischen und praktischen Überblick. Die Artikel an sich werden immer besser. Sie sind kurz und dicht gepackt. Es bleibt zu hoffen, dass viele der Autoren dieser Ausgabe weiterhin für Beiträge gewonnen werden können.

Abschließen möchte ich mit einem Zitat das Martin Luther zugeschrieben wird:

“Es sind drei Bekehrungen notwendig: die Bekehrung des Herzens, die Bekehrung der Gedanken und die Bekehrung der Geldbörse.“

3 Antworten

  1. Peter sagt:

    Vielen Dank für die differenzierte und wohlwollende Rezension. Wir hoffen uns weiter steigern zu können. Liebe Grüße nach Österreich!

  2. MP sagt:

    Sehr gerne. Liebe Grüße zurück.

  1. Dezember 17, 2015

    […] der österreichische Blog wortzentriert.at fand viel lobende Worte zum Heft: »Ich habe schon zu oft gesagt, dass diese Ausgabe die beste bis […]

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