Rezension: Timotheus Magazin #17 – Die Auferstehung

Die neueste Ausgabe des Timotheus Magazins beschäftigt sich mit dem zentralen Glaubenssatz des Christentums. Die Auferstehung Jesu. Natürlich kann man die Auferstehung nicht ohne oder getrennt vom Kreuz verstehen, was im Vorwort auch sehr schön klar gemacht wird, aber das Kreuz wird erst durch die Auferstehung bedeutsam und zu einem Siegessymbol. Durch die Auferstehung wird Jesus als wahrer Prophet bestätigt, sein Opfer als wohlgefällig verifiziert und das „Es ist vollbracht!“ kann nur von der Auferstehung her verstanden werden. Unter den Leuten im ersten Jahrhundert war es unumstritten, dass Jesus am Kreuz gestorben war, die Auferstehung war der Inhalt der den christlichen Glauben ausmachte.

Dem düsteren Cover dieser Ausgabe zum trotz ist die Freude der Auferstehung in all ihren Facetten durch alle Artikel zu spüren.

Was bringt mir die Auferstehung? – Benjamin Schmidt

Oft tun wir uns schwer damit den persönlichen Bezug zur Auferstehung herzustellen und genau da hilft uns Benjamin Schmidt. Er zeigt uns vom Heidelberger Katechismus und der Bibel her was die Auferstehung mit uns zu tun hat.

  1. Ohne Auferstehung keine Gerechtigkeit
  2. Ohne Auferstehung keine Wiedergeburt
  3. Ohne Auferstehung keine Auferstehung!

Auferstehung im Hier und Jetzt! – Waldemar Justus

Auch dieser Artikel will uns die Auswirkungen der Auferstehung auf unser Leben näher bringen. Wir brauchen schon jetzt Kraft um gottgefällig leben zu können. „Aus diesem Grund enthält die Bibel neben der zukünftigen Auferstehungshoffnung auch deutliche Hinweise darauf, dass wir als wiedergeborene Christen schon jetzt zu einem Leben in der Kraft der Auferstehung berufen sind, wie im folgenden deutlich wird.“S.9 „Gottes Geist wohnt in genau diesem Augenblick in mir, damit ich schon heute ein geheiligtes Leben nach Gottes Maßstäben lebe (1.Korinther 6,17-20). Martin Luther sagte einmal:>>Bei uns Christen ist alle Tage Ostern, nur dass man einmal im Jahr Ostern feiert.<<“ Dabei wird zum einen, die Macht Gottes in unserem Leben betont und auf der anderen Seite nicht vergessen, dass wir noch Sünder sin. „Jesus hat den Teufel schon entwaffnet und überwunden. Gott gibt dir heute die Kraft, den Kampf zu kämpfen und den Sieg Jesu ganz persönlich zu erfahren und davonzutragen.“ „Wer nur noch auf das Heute schaut, wird früher oder später den Ewigkeitsaspekt der Auferstehung aus dem Auge verlieren und Dinge für seinen Alltag erwarten, die Gott uns jedoch erst für die Zukunft in Aussicht stellt.“

Brannte nicht unser Herz? – Ron Kubsch

Ron Kubsch nimmt uns mit auf eine Begegnung mit dem Auferstandenen. Zur Beschreibung wie den Jüngern die Augen auf gehen schreibt er: „Das Werk des Heiligen Geistes, durch das dieses „Jesus sehe“ vermittelt wird, nennt die Bibel auch „Erleuchtung“. Erleuchtung befähigt uns dazu, die Offenbarung Gottes zu begreifen und zu bestätigen. Die Sünde ist eine starke Macht und nimmt unser Denken und Wollen gefangen. Sie blendet uns, sie macht uns blind. Gott öffnet und befreit unser Denken und stimmt unsere Herzen um, damitwir verstehen (vgl. auch 2. Korinther 3,14-16; Epheser 1,17f).“S.17

Das Faktum der Auferstehung – Daniel Faucius

Ein exzellenter Artikel apologetischer Natur (Apologetik = Verteidigung des Glaubens) in dem die wichtigsten Einwende gegen die Auferstehung entkräftet werden.

Reformation braucht mehr als einen Josia – Jochen Klautke

Der letzte und meiner Ansicht beste Teil der Serie über den König Josia zeigt auf, dass selbst durch Josia der ewige Frieden nicht wiederhergestellt werden kann. „Wahre Reformation braucht einen vollkommenen König. Einen König der nicht nur Opfer anordnete, sondern selbst das Opfer war…. Einen König der nicht nur ins Grab gelegt wurde, sondern der auch wieder daraus auferstand. „S.23

Auferstehung im Alten Testament – Andreas Münch

Zu oft hört man auch von konservativen Bibellehrern, dass es im Alten Testament keine Hoffnung auf ein Leben nach dem Tod gegeben hätte. – als ob Gott seine Kinder im Ungewissen lassen würde –  Zugegeben diese Lehren sind im AT eher impliziert und treten erst im NT ins pralle Sonnenlicht aber dennoch zeigt uns Andreas Münch, dass auch die AT Gläubigen eine lebendige Hoffnung hatten.

Fazit:

Eine hervorragende Einführung in das Thema Auferstehung von praktischer und lehrreicher Bedeutung. Eine zentrale Lehre hab ich vermisst die doch zum Verständnis der Auferstehung von so zentraler Bedeutung ist, nämlich unsere Einheit mit Christus. Nur von „Christus in uns“ und „wir in Christus“ her können wir die Auferstehung und Kreuzigung verstehen, bzw. verstehen was beides mit uns zu tun hat. Zur Verteidigung muss gesagt werden, dass das Thema kurz gestreift wird. Wer weis vielleicht steckt ja schon eine Ausgabe zu diesem Thema in den Startlöchern und es wurde deshalb hier verzichtet.

Das Christentum steht und fällt mit der Auferstehung. Wie es Paulus mit großartigem Realismus schreibt:“1.Korinther15,14 Ist aber Christus nicht auferstanden, so ist unsre Predigt vergeblich, so ist auch euer Glaube vergeblich …. So die Toten nicht auferstehen, „laßt uns essen und trinken; denn morgen sind wir tot!“. “

CD-Tipp:

Risen – Sovereign Grace Music

Buch Tipp:

Die Tatsache der Auferstehung

Josh McDowell – Die Tatsache der Auferstehung –  Auch als gratis PDF erhältlich.

2 Responses

  1. Peter sagt:

    Tausend Danke für die Kritik und die gelungene Review. Sehr wertvoll!

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