Gemeindegründung – 7 – Planen

Timothy Keller bringt am Anfang dieser Lektion ein altes Sprichwort: “Wer versagt zu planen, plant zu versagen”. Planen meint dabei nicht einen starren bis ins letzte Detail ausgearbeiteten Stundenplan für die nächsten 50 Jahre, sondern ein ständiges Anpassen an die Gegebenheiten. Es geht darum, einen Pfeil in die Zukunft zu zeichnen von dort, wo wir jetzt sind, dahin, wo unser Ziel ist und dann einen Schritt zu planen, diesen zu tun und dann neu zu planen. Einen Plan zu haben, hilft auch transparent zu sein und seine Absichten zu zeigen. Tim Keller führt für uns mit drei Fragen an das Planen heran.

1.) Wohin wollen wir? Dies setzt sich zusammen aus der Vision, unserem großen Ziel, unserer Mission mit messbaren Zielen, welche Bedürfnisse wollen wir füllen, welche Werte haben wir.

2.) Wo sind wir? Bestandsaufnahme

3.) Wie kommen wir dort hin? Ziele für 1 Jahr, 2 Jahre, 5 Jahre und 10 Jahre. – > Aktionen und konkrete Dienste und Strategien.

Der Aktionsplan soll uns helfen, dies alles in ein großes Ganzes zu integrieren. Am besten zeigen wir einfach am Beispiel unserer Arbeit, wie man das machen kann. Die folgende Grafik ist eine Anleitung, wie wir das gemacht haben. Was hier noch fehlt sind die Rollen und Verantwortlichkeiten, die jeder vom Gründungsteam haben wird. Wer ist wofür zuständig?

Vision wie wird die Stadt aussehen? Liste konkrete Punkte für Familie, Arbeitsplatz, Kultur, Sozial und Gemeinden.

Die Grundstrategie die City2City verfolgt hat drei Punkte:

  1. Die Stadt mit Christus verbinden durch Gottesdienste und Anbetung, Kleingruppen und Dienste
  2. Leiter heranbilden
  3. Leiter aussenden für neue Gemeindegründungen

Auf Seite 119 des Churchplanter Manuals findet sich ein Arbeitsblatt zum Erstellen deines Aktionsplans.

Schritt 1 – Bete und evaluiere die Bedürfnisse deiner Zielgruppe

  1. Schaue dir deine Karte und Demographie (und Umfragen, Steckbriefe) nochmal an.
  2. Denke über die gefühlten Bedürfnisse der Menschen nach.
  3. Fasse schriftlich zusammen welche Nöte du in Angriff nehmen möchtest.
  4. Reality-Check: Hast du ein Herz für die Menschen? Berühren dich ihre Nöte? Verstehst du die sozialen Strukturen?

Schritt 2 – Drücke deine Werte aus.

Schreibe die biblischen Werte auf für die du leidenschaftlich brennst und die zu deiner Zielgruppe passen.

Reality-Check: In welchen Bereichen hast du starke Überzeugungen? Wo musst du stärkere Werte entwickeln?

Schritt 3 – Definiere deine Mission (Wer, Wo, Was, Wann?)

Ein kurzes Statement das beschreibt um was es dir geht.

Reality-Check: Beschreibt es deine Zielgruppe und wo sie leben? Zeigt es die spezifischen Nöte die du angehen möchtest aus? Gruppengröße? Zeitrahmen?

Schritt 4 – Beschreibe das Launchteam.

Wer sind sie? Welche Fähigkeiten? Welche Schwächen? Welche Gelegenheiten habt ihr?

Reality-Check: Passt dein Team zum Kontext? Welche Bereich müssen gestärkt werden?

Schritt 5 – Setze Ziele.

Wo wollt ihr in 10 Jahren sein? Welche mittelfristigen Ziele müssen dafür erfüllt werden? Bewegen wir uns in diese Richtung?

Reality-Check: Sind deine Ziele SMART (spannend, messbar, ausführbar, realistisch, trackable).

Schritt 6 – Aktionsplan – Dienste

Dienstdesign: Stil der zu euch und zum Kontext passt und Gottesplan voranbringt (Leiterschaft, Kommunikation, Struktur, Anbetung etc.).

Strategie: Menschen mit Christus verbinden, Christen erbauen, Leiter aussenden.

Reality-Check: Sind die Pläne spezifisch genug damit man sie evaluieren kann?

Hier die 6 Punkte nochmal als Liste.

  1. Bedürfnisse
  2. Werte
  3. Mission
  4. Team
  5. Ziele
  6. Aktionen und Dienste

Vergleiche Tim Keller – Church Planter Manual.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.