Die Ehe 7 Grundsätze: Teil 3 Liebe wie Christus!

Dieser Artikel ist der dritte in einer Serie bestehend aus sieben Teilen zum Thema: „Die Ehe 7 Grundsätze“. Ziel ist es sieben einfache Grundlagen an frisch Getraute weiterzugeben und schon länger Getraute daran zu erinnern. Die Ehe bzw. die Hochzeit ist ein wichtiges Bild in der Bibel. Gott wird schon im Alten Testament als der Bräutigam seiner Leute dargestellt. Im Johannes-Evangelium tritt Christus dann als der Bräutigam, der gekommen ist um seine Braut zu erlösen, klarer hervor. In der Offenbarung wird schließlich der Höhepunkt der Heilsgeschichte als ewiges Hochzeitsfest des Lammes mit seiner Braut, der Gemeinde, dargestellt.

Eph 5, 23 denn der Mann ist das Haupt der Frau, wie auch der Christus das Haupt der Gemeinde ist; und er ist der Retter des Leibes.
24 Wie nun die Gemeinde sich dem Christus unterordnet, so auch die Frauen ihren eigenen Männern in allem.
25 Ihr Männer, liebt eure Frauen, gleichwie auch der Christus die Gemeinde geliebt hat und sich selbst für sie hingegeben hat,
26 damit er sie heilige, nachdem er sie gereinigt hat durch das Wasserbad im Wort,
….
28 Ebenso sind die Männer verpflichtet, ihre eigenen Frauen zu lieben wie ihre eigenen Leiber; wer seine Frau liebt, der liebt sich selbst.
29 Denn niemand hat je sein eigenes Fleisch gehasst, sondern er nährt und pflegt es, gleichwie der Herr die Gemeinde.

33 Doch auch ihr — jeder von euch liebe seine Frau so wie sich selbst; die Frau aber erweise dem Mann Ehrfurcht!

Diese Passage wird in der heutigen Zeit oft von den Damen mit Misstrauen begutachtet, da sie aufgefordert sind sich ihren Männern unterzuordnen. Doch die wahrhaft erschreckende Aufforderung ergeht an die Ehemänner: Ihre Frauen so zu lieben wie Christus die Gemeinde ist die größte Verantwortung, die sie ihnen gegenüber haben. (V.25)
Wir wollen diese unmögliche Berufung in kleinere Portionen zerlegen und uns die Aspekte der Liebe Christi anschauen.

Das Kreuz ist wohl die größte Erweisung von Jesu Liebe und so auch eine gute Vorlage dafür wie unsere Liebe für unsere Braut aussehen soll. Wir sehen hier, dass unsere Liebe aufopfernd sein muss. Sei bereit Opfer zu bringen für das Blühen und das Wachsen deiner Frau. Opfere deine Zeit, deine Gewohnheiten, deine Hobbies und deine Kraft.

Diese Liebe wird auch dadurch ausgedrückt, dass wir unsere Frauen nähren und pflegen (v.28-29), nämlich wie uns selbst. Dies bedeutet natürlich sie zu versorgen, vor allem mit Essen, Kleidung und dem Nachkommen der ehelichen Pflichten (2.Mo 21,10). Dies ist übereinstimmend mit der Aufgabe den Garten zu bebauen und zu bewahren (1.Mose 2,15). Wie der Garten soll die Frau in allen Bereichen ihres Lebens durch die Pflege und Arbeit des Mannes blühen.

Wir Männer sollen wie auch Jesus als Haupt (v.23) leiten und das heißt wie er durch Dienen zu leiten. Jesu ganzes Leben, von seiner Geburt bis zu seinem Tod und darüber hinaus, war ein Dienst. Sehr schön sehen wir dieses Prinzip bei der Fußwaschung der Jünger (Joh.13,1). Darin wird sehr schnell klar, dass es im Leben eines christlichen Mannes keinen Platz für Machttrips oder Machogehabe gibt.

Führen bedeutet aber auch initiieren. Jesus hatte immer einen Plan (den Willen seines Vaters), er gab vor wo die Jünger hinzogen und was als nächstes geschehen sollte. Der Mann soll sich nicht passiv nachschleifen lassen sondern aktiv voranschreiten.
Auch die geistliche Versorgung und Leitung ist die Verantwortung des Mannes. Dies beinhaltet unter anderem, dass er dafür sorgt, dass seine Frau und seine Familie in einer gesunden Gemeinde unter ordentlicher, Christus zentrierter, Gott verherrlichender Predigt sitzen. Dazu gehört auch, dass unsere Liebe heiligend sein soll (v.26). Das Wachstum der Frau ist auch die Verantwortung des Mannes. Hier lesen wir im Speziellen davon, dass er sie waschen soll durch das Wasserbad im Wort (v.26). Mehr dazu im Kapitel „Gemeinsam wachsen“.

Die Versuchung des Mannes ist zweiseitig. Auf der einen Seite kann ein Mann seine Gott gegebene Autorität als Tyrann missbrauchen und seine Frau benutzen. Auf der anderen Seite könnte der Mann ein Anhängsel und passiver Türabtreter sein. Meiner Meinung nach, ist diese Sünde in der Mittelschicht weit verbreitet. Das Interessante ist nur, dass wenn die Frau die Führung übernimmt und der Mann passiv wird und seine Verantwortung abgibt, sie mit ihm unzufrieden wird, da sie ihn nicht mehr respektieren kann.

Der Mann darf auch nicht vergessen, dass die Lehre der Unterordnung für uns alle gilt. (Vers Gott unterordnen) Der Mann hat sich wie jeder Christ seinen Ältesten, seiner Gemeinde, dem Staat, dem Arbeitgeber und Gott unterzuordnen. Wenn die Frau sieht, dass auch der Mann sich gern unterordnet, fällt es auch ihr leichter sich unter seine Leitung zu stellen.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.