Heilsgewissheit – Charles Hodge

Die Heilsgewissheit zum Bestandteil des rettenden Glaubens zu machen ist entgegen der Schrift und der Erfahrung von Gottesvolk. Die Bibel spricht auch von schwachem Glauben. Sie geht über mit Trost für die Zweifelnden und Verzagten. Gott nimmt die an die nur sagen können: “Herr, ich glaube. Hilfe meinem Unglauben.” Diejenigen die Heilsgewissheit zu einem Bestandteil des Glauben machen wollen, verstehen Glaube oft nur als intellektuelle Zustimmung. Sie sind oft kritiksüchtig und erkennen die nicht als Brüder an die nicht mit ihnen übereinstimmen und manchmal sind sie gesetzlos (antinomistisch).

Gleichzeitig lehrt die Schrift und die Erfahrung, dass Heilsgewissheit nicht nur erreichbar ist, sondern ein Privileg und eine Pflicht. Es mag sein, dass auch dort wo keine Heilsgewissheit ist wahrer Glaube wohnt aber da wo echter Glaube ist, ist der Mangel an Gewissheit der Schwäche des Glaubens geschuldet oder einer falschen Sicht von Gottes Heilsplan. Viele ernste Gläubige schauen zu sehr nach innen (introspektiv). Daraus folgt, dass ihre Hoffnung nur so groß ist wie die Anzeichen der Wiedergeburt die sie in ihrer Erfahrung finden. Mit Ausnahme von seltenen Fällen, kann dies nie zur Heilsgewissheit führen. Wir können unsere Herzen mit der mikroskopischen Sorgfalt die Jonathan Edwards in seinem Werk “Religious Affections” (Deutsche Übersetzung: Sind Religiöse Gefühle Zuverlässige Anzeichen Für Wahren Glauben) beschreibt untersuchen und werden nie zufrieden sein und alle Bedenken und Zweifel ausgeräumt haben. Der Grund unserer Gewissheit ist nicht so sehr in uns sondern außerhalb von uns. Nach der Schrift sind es:

  1. Die universale und bedingungslose Verheißung Gottes, dass er die die in Christus zu ihm kommen nicht wegschicken wird, die die das Wasser des Lebens nehmen ohne Geld und ohne Preis. Wir werden versichert, dass Gott treu ist und sicher die retten wird die glauben.
  2. Die unendliche, unveränderliche, bedingungslose Liebe Gottes. In den ersten zehn Versen im 5. Kapitel des Römer Briefs und im 8. Kapitel ab Vers 31 bis zum Ende des Kapitels legt der Apostel diese Liebe Gottes als die unerschütterliche Grundlage unserer Hoffnung dar.
  3. Der unendliche Wert des Sühneopfers Christi und seine unablässige Fürbitte. Paulus betont in Römer 8:34 besonders diesen Punkt.
  4. Der Bund der Erlösung in dem versprochen ist, dass alle die dem Sohn gegeben sind zum Vater kommen werden und das keiner davon verloren gehen soll.
  5. Vom Zeugnis des Geistes sagt Paulus “Wir frohlocken in der Hoffnung der Herrlichkeit Gottes,” (Römer 5,2) weil die Liebe Gottes durch den Heiligen Geist in unsere Herzen ausgegossen ist. Der Heilige Geist versichert uns, dass wir die Empfänger dieser Liebe sind die als unendliche, unveränderlich und bedingungslos beschreibt (Römer 5:3-5). Und wiederum schreibt er “Da zeugt der Geist selbst zusammen mit unserem Geiste, dass wir Kinder Gottes sind (Römer 8:16 ).”

Wenn also einem wahren Gläubigen die Heilsgewissheit fehlt dann liegt der Fehler bei ihm und nicht im Heilsplan Gottes oder in den Verheißungen Gottes.

Eigene Übersetzung von: Assurance by Charles Hodge from Systematic Theology, III:106-107

To make assurance of personal salvation essential to faith is contrary to Scripture and to the experience of God’s people. The Bible speaks of a weak faith. It abounds with consolations intended for the doubting and the desponding. God accepts those who can only say, “Lord, I believe; help thou mine unbelief.” Those who make assurance the essence of faith, generally reduce faith to a mere intellectual assent. They are often censorious, refusing to recognize as brethren those who do not agree with them; and sometimes they are antinomian.

At the same time, Scripture and experience teach that assurance is not only attainable, but a privilege and a duty. There may indeed be assurance where there is no true faith at all; but where there is true faith, the lack of assurance is to be referred either to the weakness of faith, or to erroneous views of the plan of salvation. Many sincere believers are too introspective. They look too exclusively within, so that their hope is graduated by the degree of evidence of regeneration which they find in their own experience. This, except in rare cases, can never lead to the assurance of hope. We may examine our hearts with all the microscopic care prescribed by President Edwards [Jonathan Edwards] in his work on “The Religious Affections,” and never be satisfied that we have eliminated every ground of misgiving and doubt. The grounds of assurance are not so much within, as without us. They are, according to Scripture, (1.) The universal and unconditional promise of God that those who come to Him in Christ, He will in no wise cast out; that whosoever will may take of the water of life without money and without price. We are bound to be assured that God is faithful and will certainly save those who believe. (2.) The infinite, immutable, and gratuitous love of God. In the first ten verses of the fifth chapter of the Epistle to the Romans, and in the eighth chapter of that epistle from the thirty-first verse to the end, the Apostle dwells on these characteristics of the love of God, as affording an immovable foundation of the believer’s hope. (3.) The infinite merit of the satisfaction of Christ, and the prevalence of his continued intercession. Paul, in Romans 8:34, especially emphasizes these points. (4.) The covenant of redemption in which it is promised that all given by the Father to the Son shall come to Him, and that none of them shall be lost. (5.) From the witness of the Spirit, Paul says, “We . . . . rejoice in hope of the glory of God,” because the love of God is shed abroad in our hearts by the Holy Ghost given unto us. That is, the Holy Ghost assures us that we are the objects of that love which he goes on to describe as infinite, immutable, and gratuitous. (Rom. 5:3-5.) And again, “The Spirit itself bears witness with our spirit that we are the children of God.” If, therefore, any true believer lacks the assurance of faith, the fault is in himself and not in the plan of salvation, or in the promises of God.

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