Sagt allezeit Dank, für alles – Adolf Schlatter

Auf dem Dachboden unseres Gemeindehauses habe ich eine Erstausgabe von Adolf Schlatters Andachten gefunden. Aus diesem Schatz möchte ich immer wieder kleine Beiträge posten.

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Saget Dank allezeit für alles Gott und dem Vater in dem Namen unseres Herrn Jesu Christi. Eph 5,20.

Sowie mein Blick Gottes Wirken zu erfassen vermag, bin ich zum Dank geführt. Seine Hand ist immer die gebende und alles was er tut macht seine Gnade offenbar. Darum bin ich nicht nur dann und wann, nicht nur bei besonders tief wirkenden Erlebnissen, zum Danken geführt, sondern empfange es durch alles, was mir begegnet. Es dürfte nur da ausbleiben, wo ich es nicht mehr mit Gott zu tun hätte. Was tritt aber in mein Erleben hinein, was mich nicht mit Gott zusammenbrächte? Satanisches? Alles satanische Wirken steht unter Gottes allmächtiger Regierung. Menschliches? Alle unsere menschliche Regsamkeit ist von gottes Wirken umfasst. Natürliches? Alles, was die Natur aus mir macht , kommt von Gottes Ordnung her. Wenn mir aber alles die Erinnerung an Gott gewährt, dann beruft mich auch alles zum Danken. Wenn es uns gegen wird, an der Natur den Glanz Gottes zu sehen, der auf ihr liegt, so dass aus jeder Berührung mit der Natur eine Begegnung mit Gott wird, wie atmet dann die Seele auf und beginnt zu jubeln und bekommt in Luft und Leid den Antrieb zum beständigen Dank. Wenn es uns geschenkt wird, in den anderen die zu sehen, die Gott neben uns stellt, mit denen er uns verbunden hat, dann wird es ein köstliches Ding, in der Gemeinschaft mit den anderen zu stehen. Und wenn es uns vollends gewährt ist, in Jesus den Vater zu erkennen, wie soll nun noch der Dank ausbleiben? Nun dürfen wir dem Vater im Namen Jesu danken, weil uns mit diesem Namen gesagt ist, was uns in Gottes Gnade stellt und in unser ganzes Erleben Gottes Segen legt.

Nichts, heiliger Gott, finde ich in mir selbst, auch nicht das Danken. Ich suche es bei deiner Barmherzigkeit und empfange es von deiner Freundlichkeit. Vieles tut weh, was uns in diesem Stand des Lebens von dir zugemessen wird und wenn wir inwendig verwundet sind, wird uns das Danken schwer und kommt nur kümmerlich zustande. Aber wir werden es alle noch lernen, wie alle, die dein Reich umfasst, die Dank zu sagen für alles und ohne Unterlass. Amen.

4.Juli S.192

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