Morgendlich meditieren contra digitale Medien.

Was tust du als Erstes wenn du morgens aufstehst?

Ich kann dir sagen was ich tue: Zum Handy greifen. Meistens News Beiträge lesen oder auf facebook oder instagram mir die neuesten Beiträge ansehen.
Was das mit mir macht kann ich auch sagen: Es macht mich unrund. Ich merke, meine Seele ist am Morgen ausgeruht und nach dem Lesen ist sie aufgewühlt und verunsichert. Lange habe ich darüber nachgedacht warum dies so ist. Die Newsbeiträge bringen mir allerhand Schlechtes gleich am Morgen in mein Schlafzimmer. Die Beiträge auf Social Media Plattformen verbinden mich im Nu mit der Lebenswelt hunderter Freunde. Gedanken werden angestoßen und Fragen entstehen. Mein Gehirn ist im Lösungsmodus. Die angestoßenen Fragen werden bearbeitet. Das macht mich unrund. Deshalb habe ich mich entschieden es zu lassen.
Statt dessen werde ich meditieren. „Oha! Meditieren!“, wird nun jemand sagen, „das ist eine fernöstliche Praxis!“. Nun gut, ich kann beruhigen. Ich meditiere nicht im stillen Sitzen und schalte mein Gehirn aus. Ich denke nach. Meditieren, im Sinne des Englischen Wortes „to meditate“, über etwas nachdenken. Das kanalisiert meine Gedanken. Ich schreibe meine Gedanken in ein schönes Buch mit Ledereinband. Niederschreiben hilft meinem Gehirn sich zu fokussieren und Fluß in meine Gedanken zu bringen.
Ich reflektiere schriftlich über das was mir am Herzen liegt. Meine Probleme, meine Sünden, meine Freude an Gott. Freude an diesem Morgen, Freude an der Natur, Freude über Ihn. Ich schreibe meine Gebete auf und bete sie so mit vollem Herzen.  Auch Sündenbekenntnis kommt hier hin. Wenn ich am nächsten Morgen das Buch aufschlage merke ich: Was hier steht ist der volle Ausdruck meiner Gefühle. Die Gebete bewegen mich auch noch am nächsten Tag. Sie sagen einfach was ich empfinde. Das hilft mir auch mein Gebet zu fokussieren. Danach gehe ich erfrischt in den Tag. Beruhigt, gereinigt und auf Gott ausgerichtet.

Im digitalen Zeitalter brauchen wir Christen gute Gewohnheiten um unser Herz auf den Herrn auszurichten. Schriftliches nachdenken, „meditieren“ und ausrichten auf Gott am Morgen ist eine der Tugenden die wir uns alle aneignen sollten. Und wenn du ein Morgenmuffel bist und keine Lust auf Schreiben hast, dann tu dir zumindest das: Lass die digitale Welt raus aus deinem Morgen und komm Abends zur Ruhe und lass auch dort die digitale Welt bleiben und besinne dich auf Gott.

 

Weiterführend sei hier noch auf den Beitrag: „Ich bin ‚geliked‘ also bin ich“ von Kai hingewiesen.

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