3 Sichten der Heiligung

Wer hat nicht schon einmal diese einfachen Antworten auf die Frage gehört, wie man Fortschritte in der Heiligung machen kann: „Lass los und lass Gott machen“, „Gib dich Ihm ganz hin“, „Lass Gott durch dich arbeiten“, „Lass Gott leben“. Oft finden wir diese Art zu denken noch unterschwelliger verpackt aber sie haben alle eins gemeinsam. Eigene Anstrengung ist schlecht, man muss sich zurücklehnen und Jesus oder den Heiligen Geist durch sich wirken lassen. In „biblischer“ Sprache verkleidet hört es sich so an: „Du musst im Weinstock, in Jesus bleiben und darfst nicht selbst arbeiten oder dich bemühen. Er muss durch dich wirken“. Das Problem mit dieser Lehre ist, dass sie auf den ersten Blick biblisch erscheint und auch demütig wirkt, da es ja wirklich Gott ist, der durch uns arbeitet. Der große Unterschied ist aber, dass Gott mit unserer Anstrengung zusammen und als Quelle derselben wirkt (Phil 2,12ff) und jedes faule Zurücklehnen (2Petr 1,5) keinen Platz hat.

Andy Naselli Research Manager von D. A. Carson hat sich in seiner Doktorarbeit mit diesem Thema (Keswick Theologie) befasst und damit nicht nur mir die Augen geöffnet.

Ich habe einige interessante Grafiken von ihm übersetzt, die drei Sichten oder Modelle der Heiligung darstellen.

Alle Grafiken stammen von Andy Naselli, ein Handout gibt es hierVorträge und Hintergrundinformationen gibt es hier.

Das Kreuz markiert jeweils den Zeitpunkt der Bekehrung.

Keswick Sicht der Heiligung (Heiligungsbewegung, Pietismus)

 Keswick

Pfingstlerische und Charismatische Sicht der Heiligung (Assemblys of God)

 charismatisch

Reformierte Sicht der Heiligung

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In dieser Grafik fehlt allerdings die initiale positionelle Heiligung die alle Gläubigen in Christus haben.

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