Liebster Award

Ron Kubsch vom Theoblog war so nett, uns für den “Liebster Award” zu nominieren. Dabei handelt es sich um eine Aktion bei der Blogger sich im Interview-Format vorstellen und dann auch weitere Blogger nominieren um diese bekannter  zu machen.

1. Wann hattest du die größte Freude an deinem Blog?

[MP] In einer Zeit als wir einen Durchhänger hatten und nicht viel geschrieben wurde, haben wir ein Statistiktool installiert und waren sehr ermutigt zu sehen wie viele Leute Interesse an unserem Blog hatten.

[FW] Die habe ich eigentlich immer wieder, vor allem dann, wenn ich mitbekommen darf wie andere durch die vorgestellten Bücher, Gedanken und Werkzeuge erbaut werden und sich positive Früchte in ihrem Leben zeigen. Das ist meine größte Freude und dafür ist auch dieser Blog gedacht.

2. Wie viel Zeit investierst du in deinen Blog?

[MP] Das ist sehr unterschiedlich. Im Sommer sind wir auf Sparflamme gelaufen, da ich zum Beispiel die meiste Zeit gar nicht im Land war. Jetzt wo die Tage wieder kürzer werden, schätze ich so 3-4 Stunden pro Woche.

[FW] Auch bei mir ist das unterschiedlich. Je nachdem wie viel Zeit ich neben Arbeit, Ehemann sein und Gemeinde finde. Wenn mich Dinge persönlich gerade sehr beschäftigen dann kann es auch sein, dass ich auf einen Schub mal mehr poste. Ideen habe ich ja viele, Zeit oft zu wenig ;)

3. Was ist dein meistgelesener Artikel?

Die Statistik spuckt den Artikel Gute Verlage, gesunde Lehre aus. Ich bin mir aber nicht sicher auf welchen Zeitraum sich das bezieht.

4. Was inspiriert dich zum Schreiben?

[MP] Ich habe sehr viel für mein Glaubensleben und darüber hinaus aus dem “englischem Internet” (DesiringGod, Ligonier, …) lernen dürfen und fühle mich dadurch sehr gesegnet und bereichert. Ich möchte Leuten helfen, die diese Sprachbarriere nicht überwinden können auch diesen Segen zu erfahren und dadurch für ihr Christsein zugerüstet zu werden.

[FW] Auf der negativen Seite, zum einen die oberflächliche und schale Lage der Theologie im breiten evangelikalen Raum, in dem alles Platz hat was irgendwie nach “Jesus” riecht, schlussendlich jedoch oberflächlich bleibt und die Geschwister am gesunden Wachstum hemmt. Da ich aus eigener Erfahrung weiß was es bedeutet, wachsen zu wollen, aber sich in dem Dschungel an Büchern und Lebensratgebern nicht zurechtzufinden und dauernd auf der Suche nach dem “Mehr” in der Nachfolge zu sein, bin ich beständig auf der Suche nach tiefgehender Lehre die einfach zu verstehen und praktisch anwendbar ist. Hier finde ich gerade in den Bereichen der Brüderbewegung und der reformierten Richtung sehr viel, was mich inspiriert es auch weiterzugeben.

5. Wie bist du zum Glauben gekommen?

[MP] Schon im Kindergarten durfte ich durch eine gläubige Betreuerin, das Evangelium von der stellvertretenden Sühne klar hören und verstehen. Wahrscheinlich habe ich es auch vorher schon von meinen Eltern gehört aber daran kann ich mich nicht erinnern. Ein Grund warum ich mich der reformierten Theologie so zugehörig fühle, ist, weil ich mich von meiner Erfahrung her so gut mit Luther identifizieren kann. Denn nach diesem ersten Hören konnte ich es lange nicht glauben, dass ich nichts tun musste und lebte in einer Unsicherheit ob ich denn schon genug Gutes getan hätte. Bei einem Jungscharlager gingen mir dann bei einer Abendandacht die Augen auf und ich durfte die freie Gnade annehmen.

[FW] Ich hatte das Privileg in der evangelischen Landeskirche unter einem Pfarrer konfirmiert zu werden, der das Wort Gottes liebt. In seinem konsequent und klar geführten Konfirmationsunterricht, kam ich zum Glauben an Jesus. Er war ein Mensch der mich sehr faszinierte, er war klar und forderte einiges von uns. So war es zum Beispiel Pflicht 3x pro Monat am Sonntag im Gottesdienst zu sein, zur Abschlußprüfung mussten wir Katechismusfragen lernen, die wir dann gefragt wurden. Der Unterricht selbst war sehr locker und kreativ gestaltet, so nahm ich mehr immer sehr viel mit. Auch über persönliche Dinge, die einen 14-jährigen eben so beschäftigen, wie z.B. Sex, sprach er immer ganz offen mit uns. Durch seine herzliche, fordernde Art lernte ich viel und merkte dass die Botschaft der Bibel top aktuell und auch für mich relevant ist. Auf einer Konfirmandenfreizeit sprach ich dann ein sogenanntes “Übergabegebet”, von dem ich heute zwar nicht mehr so viel halte, dennoch aber war es damals ernst gemeint. Die ersten wirklichen Früchte zeigte ich dann nach der Matura (Abitur), dort tat ich dann Buße über viele Sünden in meinem Leben, ließ sie und schloss mich der Gemeinde an.

6. Über was würdest du bloggen, wenn du einen weiteren Blog hättest?

[MP] Da wir thematisch nicht so eng sind können wir hier fast alles unterbringen und diese Frage stellt sich weniger. Ich hatte einmal einen Fotographie-Blog, also würde ich vielleicht diesen wiedereröffnen.

[FW] Wahrscheinlich über Zeitmanagement, Lifehacking, Lern- und Merktechniken. Diese Themen interessieren mich deswegen, weil ich als Jugendlicher sehr chaotisch war und mir Dinge nur schlecht merken konnte.

7. Was hat sich bei dir durch das Bloggen verändert?

[MP] Ich denke, dass ich gelernt habe, besser mit meiner Zeit umzugehen und meine Gedanken besser ordnen und niederschreiben zu können, als davor.

[FW] Die Art und Weise wie ich meinen Mitgeschwister Dinge mit auf den Weg gebe. Ich nutze den Blog als “Ressourcenpool” den ich in Gesprächen über diverse Themen dann weitergeben kann. So schicke ich, wenn ich ein angeregtes Gespräch mit einem Bruder über sagen wir, das Thema Heiligung führe, gleich eine Buchrezension aus unserem Blog per Smartphone an dessen E-Mailadresse.

8. Wie viele Leser hat dein Blog?

100-150 Besucher pro Tag, die aber gerne etwas länger bleiben, da wir doch auf circa 1000 Pageviews pro Tag kommen.

9. Beschreibe ein Erlebnis, das dir durch das Blog passiert ist.

[MP] Wir waren beim Wiener Predigertag und Evangelium21 Netzwerktreffen.

[FW] Meine Frau studiert in einem anderen Bundesland Österreichs. Sie erzählte mir wie sie den katholischen Freund einer ihrer Studienkolleginnen traf. Dieser war auf der Uni einem evangelikalen Bruder begegnet, der dort im Zuge seines Bibelstudiums Umfragen durchführte. Der katholische Freund hatte dem evangelikalen Bruder nach einem angeregten Gespräch dann doch tatsächlich unseren Blog empfohlen :)

10. Wer ist ein Vorbild für dich?

[MP] Das größte Vorbild ist natürlich Jesus Christus. Daneben hab ich sehr viel von John Piper, R.C. Sproul, Matt Chandler, Tim Keller, D.A. Carson, Mark Driscoll und Thomas Schirrmacher gelernt. Von den älteren Autoren wären C.H. Spurgeon, Martin Luther, Johannes Calvin und Jonathan Edwards zu erwähnen. Ihnen gegenüber stehen viele Leute in meinem Leben allen voran natürlich meine Eltern und einige ältere Freunde die ich über die Jahre kennen lernen durfte.

[FW] Für mich gilt das natürlich auch genau so. Umso mehr ich mich mit Jesus beschäftige, mit seinen Aussagen, Taten und seinem Wesen umso mehr erkenne ich welch eine gewaltige nachahmenswerte Person er ist. Mein größtes Vorbild ist definitiv er. Am meisten geprägt und verändert haben mich die Brüder Manfred und Johannes. Manfred machte mit mir längere Zeit Jüngerschaft, er brachte mir Bibelstudium, Disziplin und Evangelisation bei. Mit Johannes durfte ich ein Jahr zusammen wohnen, durch sein Vorbild lernte ich viel, vor allem die Liebe zur Bibel. John Piper hat mir die Augen für die Freude an Gott, seine Zentralität und seine Größe geöffnet. Watchman Nee, für die Ruhe in Christus, Bob George, für das Angenommen sein in Jesus. D.A. Carson für gute, ausgewogene Exegese, einen brillianten Intellekt und die Fähigkeit all dies so zu erklären, dass es jeder versteht. Robert *** Wilson, Jonathan Edwards und Herbert Jantzen sind mir Vorbilder in Bezug auf ihre Lebensführung und ihre Leistungen. Wilson lernte 45 Sprachen, Edwards ist für seinen scharfen Intellekt und sein kompromissloses Leben bekannt, Jantzen für seinen Scharfsinn und sein umfangreiches Bibelwissen. Ich bin der Meinung dass das jeder kann und möchte mir ein Beispiel an ihrem Leben nehmen.

11. Was planst du in der Zukunft mit deinem Blog?

[MP ] Wir suchen neue Autoren zu gewinnen, damit das Ganze auf eine breitere Basis gestellt wird. Wir möchten regelmäßiger schreiben und uns auch qualitativ verbessern. Im November werden wir schon zwei Artikel von unseren neuen Mitarbeitern veröffentlichen.

[FW] Dem kann ich mich nur anschließen. Wir möchten noch mehr Gläubige damit erreichen und freuen uns wenn unser Blog wächst. Von der Ausrichtung her soll er natürlich gleich bleiben. Ich persönlich möchte mich in Bezug auf die Sektion “Werkzeuge” noch etwas mehr vertiefen und einiges schreiben. Im Bereich “Merktechniken” soll es einiges an Neuem geben.

Wir nominieren: Netzreden wordproject.net evangelium21.net unwisesheep.org steinimschuh.com

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