Guardiola ist motivert von Liebe

Eine empfehlenswerter Artikel über das Motiv des Fußball-Gurus Pep Guardiola, wie er es selbst beschreibt: HIER (faz.net)

Dort heißt es etwa:

Alles, was ich in meinem Leben tue, tue ich, um geliebt zu werden“, verriet der Coach am Dienstag auf einer Veranstaltung der Behinderten-Hilfsorganisation Ampans in Manresa bei Barcelona. „In meinem Leben und mit meiner Arbeit strebe ich in Wirklichkeit keine Titel an, ich suche Liebe, nichts mehr“, sagte er sichtlich bewegt.

Nun die Frage: Was meint er damit? Entweder weiß er sich in der Situation rund um die Veranstaltung der diakonische Einrichtung gut anzupassen, oder er meint es ernst. Entweder sind es beeindruckende Worte ohne wirkliche Lebenssubstanz, weil sein Leben praktisch eben doch von Geld, Macht und Erfolg getrieben ist oder es ist ein aufrichtiges Geständnis des kindlich erscheinenden Wunsches nach Geborgenheit und Annahme. Es steht mir nicht zu das zu bewerten.

So oder so, dieses Statement in einer der renomiertesten deutschen Medien zu finden ist bemerkenswert, wie ich finde. Wie könnte der bibel-gläubige Christ darauf antworten? Vielleicht so: Ja, Aber und Darum.

  1. JA, das biblische Menschenbild stimmt damit überein. Der Mensch wurde von Gott geschaffen und programmiert in Beziehung zu leben. Der Mensch hat (soweit wir das verstehen) als einziges Geschöpf die Möglichkeit eine seelische und emotionale Bindung einzugehen. Diese Fähigkeit kommt vom kreativen und liebenden Schöpfer. ER selbst lebt seit je her in vollkommener, liebevoller Beziehung als Gott-Vater, Gott-Sohn und Gott-Geist. Da ER den Menschen IHM-ähnlich machte, wundert es nicht, dass der Wunsch nach Liebe und Geborgenheit Teil unserer DNA ist, unabhängig von Kultur und Prägung.
  2. ABER, obwohl das die Sehnsucht eines jeden Menschen ist, gibt es ein Problem: Die Ablehnung der Liebe Gottes. Der Mensch, als gefallener Sünder, rebelliert seit 1. Mose 3 gegen die Liebe Gottes. Er versucht stets diese Sehnsucht bei Ungöttlichem zu stillen. Wie genau? Schlag dazu die Bibel auf und beginne zu entdecken. Römer 1 wäre dabei eine hilfreiche Quelle. Der Mensch tauscht bewusst (rebellisch) die Rollen mit dem Schöpfer. Er lehnt die heilige Gemeinschaft mit dem liebenden Vater ab und wendet sich sich selbst und seinen rebellischen Mitgeschöpfen zu. Die Sehnsucht versucht er bei Geschaffenem, Irdischem zu stillen. Das Bedürfnis nach Liebe, das der Schöpfer in uns hineinlegte, versuchen wir ohne IHN zu befriedigen. Kann das gut gehen? Nein. Die Bibel nennt diese Ablehnung Gottes Sünde.
  3. DARUM lautet die Antwort der Bibel darauf: Das gute alte Evangelium.

Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass Er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle die an Ihn glauben, nicht verloren gehen, sondern das ewige Leben haben. Johannes 3,16

Hierin ist die Liebe Gottes zu uns offenbart worden, dass Gott seinen eingeborenen Sohn in die Welt gesandt hat, damit wir durch ihn leben möchten. 1. Johannes 4,9

Gott aber, der reich ist an Barmherzigkeit, hat um seiner vielen Liebe willen, womit er uns geliebt hat, auch uns, die wir in den Vergehungen tot waren, mit dem Christus lebendig gemacht – durch Gnade seid ihr gerettet! Epheser 2,4-5

Das ist sie, die unglaubliche Freudenbotschaft Gottes. ER selbst, der um den kaputten und bedürftigen Zustand des Menschen weiß, hat sich selbt hingegeben und die Liebe sichtbar werden lassen. ER lebte sündlos um zu offenbaren, starb ungerecht um zu bezahlen und überwandt den Tod um zu siegen. Wir, die wir Feinde Gottes waren, weil wir IHN als Quelle und Autorität ablehnten, wurden von IHM geliebt und zu Freunden gemacht. Stillt das die Sehnsucht nach Liebe? Absolut. Die Bibel ist klar: Menschen können dieses Bedürfnis nicht stillen, nur Gott kann es.

In diesem Sinne trifft es dieses Zitat von John Piper wohl deutlich: „Gottes Ehre ist dort am größten, wo unsere Abhängigkeit von Ihm am größten ist!“ (freie Wiedergabe). Wo suchst du deine Sehnsucht zu stillen?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.