Beziehungen #3: Wie weit darf man gehen?

Dies ist der dritte Artikel in einer Serie zum Thema Beziehungen.

In außerehelichen Beziehungen stellt sich immer die Frage „Wie weit darf man gehen?“ Paulus gibt uns in einem Abschnitt in dem er das Leben in der Gemeinde regelt die Antwort.

Einen älteren Mann fahre nicht hart an, sondern ermahne ihn als einen Vater, jüngere als Brüder;
ältere Frauen als Mütter, jüngere als Schwestern in aller Keuschheit! – 1. Timotheus 5,1-2

Mit einer Frau bzw. einem Mann den du nicht geheiratet hast sollst du so umgehen, wie mit einer Schwester bzw. einem Bruder. Das heißt alles was du mit einer Schwester machen kannst, ist auch mit deinem Verehrer in Ordnung. Im Umkehrschluss darfst du alles was du nicht mit deiner Schwester machen würdest, auch nicht machen bevor du verheiratet bist.

Die Frage sollte also besser lauten: Wann fängst du an? Wann ist dein Verhalten einer Person gegenüber nicht mehr Ausdruck von geschwisterlicher Liebe, sondern von ehelicher Liebe? Es geht nicht darum möglichst nahe an die Sünde heran zu gehen ohne sich die Finger zu verbrennen, sondern aktiv ein Verhalten an den Tag zu legen, das geschwisterliche Liebe ausdrückt.

Dies mag dir vielleicht radikal vorkommen, da wir alle sehr stark von der uns umgebenden Kultur geprägt sind, aber bedenke nur wie weise das von Gott ist. Wenn eine voreheliche Beziehung zu Ende geht und die beiden sehr intim geworden sind und nun auseinander gerissen werden, hinterlässt das Spuren und Wunden. Das Klischee „Wir können Freunde bleiben“ ist eine Lüge, denn meistens kann man dem anderem nicht einmal mehr richtig in die Augen schauen und Gespräche bleiben kurz und oberflächlich. Oft entwickelt sich daraus auch eine offene Ablehnung und man spricht gar nicht mehr miteinander, obwohl fast immer noch gewisse Gefühle da sind, die man ein Leben lang nicht mehr los wird. Besonders Frauen binden sich emotional sehr stark an ihre erste große Liebe und werden, je nach dem wie diese verläuft, für ihr Leben geprägt. Gott will uns nicht etwas aufbürgen, sondern er will uns helfen, glücklich so zu leben wie das Leben gedacht ist: Zu seiner Ehre.

Es ist ein großer Segen, dass uns die Bibel an dieser Stelle einen klaren Rahmen vorgibt und uns nicht uns selbst überlässt.

Denn dies ist Gottes Wille: eure Heiligung, daß ihr euch von der Unzucht fernhaltet – 1Thes 4:3

Denn ich bin der HERR, euer Gott. Darum sollt ihr euch heiligen, dass ihr heilig seid, denn ich bin heilig – Mose 11:44

 

2 Responses

  1. Rainy sagt:

    Sehr gut argumentiert. Dieser Artikel gehört allen mitgegeben, die eine Ehe mit zuvor umgesetzter Reinheit unter GOTTES Gnade beabsichtigen.

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