Wiederherstellung einer christlichen Welt – R. R. Reno

Zusammenfassung vom Original Artikel in Firstthings – Recovering a Christian World
R. R. Reno argumentiert, dass wir den Bezug zur Realität verloren haben. Technologie spielt dabei eine Rolle: Flugzeugkabinen mit heruntergelassenen Fensterläden symbolisieren, wie “we’re cocooned in a shell of technology.”
Der Autor bezieht sich auf Henry Vander Goots Werk über die Schöpfungslehre. Vander Goot kritisiert besonders Karl Barth, dessen Theologie laut Vander Goot zu einem “practical atheism beneath the veneer of a ‘personal relationship with Jesus’” führe. Barths “Christomonism” habe zur Folge, dass die Theologie das Terrain an die säkulare Wissenschaft abtrete.
Nach Kant verlagerte sich der philosophische Schwerpunkt darauf, wie wir denken, statt darauf, wie die Welt beschaffen ist. Barth verteidigte zwar den Realismus der Offenbarung Christi, akzeptierte aber Kants Anti-Realismus.
Vander Goot kritisiert auch Moltmann, dessen Buch bezeichnenderweise von der Zukunft der Schöpfung handle – “not creation as we experience it here and now.”
Stattdessen plädiert Vander Goot für einen Common-Sense-Realismus, der sich auf die Schrift stützt. Er zitiert Calvin, dass Moses “does not speak with philosophical acuteness on occult mysteries, but related those things which are everywhere observed.”
Vander Goot betont das Epigram “Life is religion” – Gott fordert uns auf, hier und jetzt gemäß seinem Schöpfungswillen zu leben. Reno schließt mit Thomas von Aquin: Gnade zerstört die Natur nicht, sondern vervollkommnet sie.
