Der Erfolg der Wissenschaften widerlegt den Naturalismus

Der Erfolg der Wissenschaften als Beweis für Gott.

In ihrem Buch Thinking Gods Thoughts – Johannes Kepler and The Miracle of Cosmic Comprehensibility zeigt Melissa Cain Travis dass die klassische Sicht des Kosmos eine bessere Erklärung für die Verständlichkeit des Universums ist als eine moderne naturalistische.

Warum ist der Kosmos für den menschlichen Verstand intellektuell zugänglich?


Eine Vielzahl von Philosophen, Theologen, Wissenschaftlern und Mathematikern der großen westlichen Tradition war beeindruckt von der unheimlichen Verbindung zwischen drei grundlegend unterschiedlichen Bereichen der Realität: Natur, Mathematik und menschlicher Verstand. Diese Resonanz wird seit der Antike diskutiert und oft einer transzendenten rationalen Quelle sowohl materieller als auch immaterieller Aspekte der Realität zugeschrieben.


Johannes Kepler, ein gläubiger Christ, der stark von dieser intellektuellen Tradition beeinflusst war, trug maßgeblich dazu bei, die klassische Astronomie in eine echte Himmelsphysik zu verwandeln. Er war überzeugt, dass eine dreiteilige Harmonie aus Urbild, Kopie und Abbild die Zusammenhänge erklärte, die seine Naturphilosophie ermöglichten – die es ihm ermöglichten, an Gottes eigenen Gedanken teilzuhaben. Anstatt durch die wissenschaftlichen Fortschritte der letzten Jahrhunderte an Bedeutung zu verlieren, ist die keplersche Naturtheologie heute eine robustere Erklärung für die Verständlichkeit des Kosmos als je zuvor.
Die keplersche Naturtheologie ist eine robustere Erklärung der kosmischen Verständlichkeit als je zuvor.

Wenn wir das AR (Argument auf Basis der Rationalität) auf die offensichtlichen Erfolge der Naturwissenschaften (die echte menschliche Rationalität erfordern) anwenden, können wir durchaus zu dem Schluss kommen, dass diese Erfolge eine Niederlage für den Naturalismus darstellen. Wir könnten dies als „Argument aus dem wissenschaftlichen Erfolg” bezeichnen. Zusammenfassend lässt sich sagen:

  1. Der Erfolg der Naturwissenschaften hängt in hohem Maße von der Fähigkeit ab, frei logische Schlussfolgerungen zu ziehen und mathematische Überlegungen anzustellen – Aktivitäten, die echte menschliche Rationalität erfordern.
  2. Echte menschliche Rationalität würde nicht existieren, wenn eine naturalistische Erklärung des menschlichen Geistes richtig wäre.
  3. Daher untergräbt der beobachtbare große Erfolg der Naturwissenschaften eine naturalistische Erklärung des menschlichen Geistes stark.


Was ist dann die beste Alternative? Wenn das Dogma des Naturalismus der kausalen Geschlossenheit falsch ist und die geistige Aktivität nicht vollständig durch physische Gehirnzustände bestimmt wird, dann liegt es nahe, dass der menschliche Geist ein bewusster, einsichtsvoller, immaterieller Akteur ist oder zumindest einen solchen beinhaltet, der über den für rationale Überlegungen notwendigen freien Willen verfügt.

S. 277

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