Warum der Staat die Kirche braucht| Jeff Durbin | Kings & Statesmen

00:08:44] „Die christliche Kirche soll natürlich nach innen gerichtet sein, hüten und sich um Seelen und Jüngerschaft kümmern. Aber das Muster des Neuen Testaments, das man in der Apostelgeschichte sieht, ist, dass die Leiterschaft der christlichen Kirche, von den Aposteln bis zu anderen Leitern, wenn sie nicht mit der Gemeinde zusammen anbetet, Gemeinschaft hat und zusammen wächst, draußen auf dem Marktplatz ist, das Evangelium predigt, gottesfürchtige Unruhestifter (‚godly troublemakers‘) ist und viel Kontroverse erzeugt – gottesfürchtige und gerechte Kontroverse.“

(Im Original: „…the Christian church is of course supposed to be inward focused and shepherding and caring for souls and discipleship but the pattern of the New Testament you see in the book of Acts is that the leadership of the Christian church from the apostles to other leaders they when they are not with the body worshiping fellowshipping growing together they are out in the marketplace preaching the gospel being godly troublemakers…“)

Zusammenfassung des Videos

In diesem Interview spricht Pastor Jeff Durbin (Apologia Church und Gründer von End Abortion Now) über seinen persönlichen Werdegang vom professionellen Kampfsportler zum Gemeindepastor und seine Arbeit im politischen Bereich. Die Kernbotschaft des Videos ist, dass die Kirche die Pflicht hat, prophetisch in die Politik und Gesetzgebung hineinzusprechen.

Durbin vertritt einen theonomischen und postmillennialistischen Standpunkt. Er argumentiert, dass Jesus Christus nicht nur im Himmel oder in der Kirche herrscht, sondern der König über alle Bereiche des Lebens ist – einschließlich des Staates. Er plädiert dafür, dass Gottes Gesetz (die biblische Gesetzgebung) die ethische Grundlage für bürgerliche Gesetze bilden sollte, da dies zu wahrer Freiheit, weniger Kriminalität und einem gerechteren Justizsystem führen würde.

Ein großer Teil des Gesprächs widmet sich dem Thema Abtreibung. Durbin kritisiert das traditionelle „Pro-Life-Establishment“ (die etablierte Lebensrechtsbewegung) scharf. Er wirft diesen Organisationen vor, ungleiche Maßstäbe anzulegen und echte „Gleicher-Schutz-Gesetze“ (Equal Protection) zu blockieren, da sie sich weigern, Abtreibung konsequent als Mord zu behandeln, bei dem alle Beteiligten zur Verantwortung gezogen werden.

📌 Kernpunkte

• Die Herrschaft Christi: Pastoren sollten keine Angst haben, Politikern zu sagen, dass sie Jesus Christus untergeordnet sind. Jedes Gesetz erzwingt eine bestimmte Moral – daher sollte diese Moral auf Gottes Wort basieren.

• Das Gesetz Gottes: Durbin betont, dass die biblischen Gesetze im Gegensatz zu den heutigen, extrem komplexen Gesetzbüchern für echte Freiheit, den Schutz von Eigentum und schnelle Gerechtigkeit stehen.

• Kritik an der Lebensrechtsbewegung: Laut Durbin verhindern große Pro-Life-Organisationen echte Fortschritte, da sie Gesetzentwürfe blockieren, die das ungeborene Leben von der Befruchtung an absolut gleichberechtigt schützen würden.

💬 Prägnante Zitate (übersetzt ins Deutsche)

• [15:57] „Wir glauben, dass Christus der Herrscher über die Familie, über das Individuum und über den Staat ist.“

• [25:52] „Die gesamte Gesetzgebung befasst sich mit dem Bereich der Ethik und Moral. Glauben Sie, dass König Jesus etwas zur Moral zu sagen hat?“

• [26:54] „Ohne Christus in der Legislative und ohne die prophetische Stimme der Kirche dort, tappen wir in die Dunkelheit.“

• [56:19] „Unser größter Feind im Hinblick auf die Kriminalisierung der Abtreibung in dieser Nation, der größte Feind der christlichen Kirche, war das Pro-Life-Establishment. Ohne Frage.“

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