Die Ehe 7 Grundsätze: Teil 1 Das Zentrum der Ehe

Dieser Artikel ist der erste von sieben Teilen in einer Serie zum Thema: „Die Ehe 7 Grundsätze“. Ziel ist es sieben einfache Grundlagen an frisch Getraute weiterzugeben und schon länger Getraute daran zu erinnern. Die Ehe bzw. die Hochzeit ist ein wichtiges Bild in der Bibel. Gott wird schon im Alten Testament als der Bräutigam seiner Leute dargestellt. Im Johannes-Evangelium tritt Christus dann als der Bräutigam, der gekommen ist um seine Braut zu erlösen, klarer hervor. In der Offenbarung wird schließlich der Höhepunkt der Heilsgeschichte als ewiges Hochzeitsfest des Lammes mit seiner Braut, der Gemeinde, dargestellt.

Als Christen ist uns bewusst, dass sich dieses Universum nicht um uns dreht, sondern um den dreieinigen Gott.

Jes 48:11 Um meinetwillen, um meinetwillen will ich es tun; denn wie würde mein Name entweiht werden! Und meine Ehre gebe ich keinem anderen. (vgl. Jes 42,8)

Ps 115:3 Aber unser Gott ist in den Himmeln; alles, was ihm wohlgefällt, tut er.

Ps 135:6 Alles, was dem HERRN gefällt, tut er in den Himmeln und auf der Erde, in den Meeren und in allen Tiefen.

Röm 11:36 Denn von ihm und durch ihn und für ihn sind alle Dinge; ihm sei die Herrlichkeit in Ewigkeit! Amen. (vgl. 1Kor 8:6, Kol 1:16)

Diese Wahrheiten bekennen wir und doch vergessen wir deren Anwendung so oft. Streitigkeiten und Reibereien im täglichen Miteinander sind die Folge. Besonders in der engstmöglichen Beziehung von Mann und Frau, in der Ehe, kommt dies zum Vorschein.

Jakobus 4,1 Woher kommen die Kämpfe und die Streitigkeiten unter euch? Kommen sie nicht von den Lüsten (Begierden), die in euren Gliedern streiten?

Eine Hauptquelle für Streit ist, dass ein Partner etwas begehrt und nicht bekommt. Mein Haus ist nicht aufgeräumt. Mein Partner geht zu wenig auf mich ein. Mein Mann zeigt mir seine Liebe zu wenig. Er schenkt mir zu wenig Zärtlichkeit. Meine Frau kommt ihren Pflichten nicht nach. Mein Mann vernachlässigt mich oder die Kinder. Ich werde zu wenig respektiert. Sie geht zu wenig auf meine sexuellen Annäherungen ein. Er schaut zu viel fern. Sie gibt zu viel Geld aus. Er nimmt seine Leitungsaufgabe nicht wahr. Sie achtet nicht auf ihr Gewicht. Unabhängig davon, ob diese Begierden legitim sind oder nicht, führen sie dazu, dass einer in seiner Ehre gekränkt wird. Ist diese Kränkung berechtigt? Oder hat jemand vergessen, dass er nicht Gott ist und oft nicht bekommen wird was er will? Wir vergessen andauernd, dass es nicht um uns geht, sondern dass wir die Bedürfnisse des anderen und den Willen Gottes vor unseren eigenen stellen müssen (Mt 6,33; Phil 2,3).

Wir sind nicht für uns selbst oder für unseren Ehepartner geschaffen, sondern für Gott. Wir sind als seine Ebenbilder geschaffen und sollen wie ein Spiegel seine Herrlichkeit (Schönheit, Vollkommenheit und Heiligkeit) widerspiegeln (1.Mose 1,27). Das Endziel der Ehe ist die Ehre Gottes und nicht die Ehre des Mannes oder der Frau. Das ist unsere ultimative Lebensaufgabe, also auch der letzte Sinn der Ehe. Genügend oft werden menschliche Beziehungen in diesen Status erhoben. Auch dies führt zu Konflikten, da der Partner diese Erwartungen nie erfüllen kann. Darum liebst du deinen Partner erst richtig, wenn du ihn am zweitmeisten liebst, und ihm damit die Stelle einräumst, die Gott für ihn erdacht hat. Besonders am Anfang verliert man sich leicht in der frischen Intimität mit dem geliebten Gegenüber und muss in dieser Hinsicht aufpassen.

Also: Ehe ist in erster Linie zu Gottes Ehre.

 

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