Die Ehe 7 Grundsätze: Teil 6 Miteinander im Bund

Dieser Artikel ist der sechste von sieben Teilen in einer Serie zum Thema: „Die Ehe 7 Grundsätze“. Ziel ist es sieben einfache Grundlagen an frisch Getraute weiterzugeben und schon länger Getraute daran zu erinnern. Die Ehe bzw. die Hochzeit ist ein wichtiges Bild in der Bibel. Gott wird schon im Alten Testament als der Bräutigam seiner Leute dargestellt. Im Johannes-Evangelium tritt Christus dann als der Bräutigam, der gekommen ist um seine Braut zu erlösen, klarer hervor. In der Offenbarung wird schließlich der Höhepunkt der Heilsgeschichte als ewiges Hochzeitsfest des Lammes mit seiner Braut, der Gemeinde, dargestellt.

Die Ehe als Bund gründet sich in erster Linie nicht auf Gefühle, sondern auf ein gegenseitiges Versprechen. Wie Dietrich Bonhoeffer einmal sagte: „Von diesem Punkt an erhält der Bund die Liebe und nicht die Liebe den Bund.“

Als Menschen sind wir ständig Veränderungen unterworfen. Die Person, die du morgen bist ist nicht die gleiche wie heute. Schon allein unser Körper ist morgen ein anderer als heute und so sind es auch wir als Person. Unsere Verfassung und Gefühle schwanken. Manchmal dreht man sich am Morgen zu seiner Frau und freut sich, dass diese wunderschöne Prinzessin da ist und manchmal schaut man rüber und denkt: „Oh sie ist also auch da. Heute ist wieder viel zu tun.“

Genau aus diesem Grund geben wir uns ein Versprechen: „Egal wie ich mich morgen oder in 10 Jahren fühle oder wer ich bin: Ich werde dein Mann bzw. deine Frau sein“. Das befreit von der Angst eine Leistung bringen zu müssen und gibt Sicherheit, dass auch in schweren Zeiten dieses Versprechen gilt. Es macht klar, dass dieser Bund, diese Beziehung wichtiger ist als meine Bedürfnisse.

Zusammenfassend gesagt, gehören Gefühle kultiviert und gepflegt während der Bund immer der gleiche ist.

Wir schaut dieses Kultivieren aus? Eine alte Wahrheit ist, dass du von dem was du förderst und zulässt nach einiger Zeit mehr haben wirst und von dem was du unterdrückst und verbietest weniger. Ein paar Anwendungs-Beispiele:

Erlaube dir keine Gedanken, die zu schlechten Gefühlen oder zur Minderung deiner Liebe führen. Spiele keine Was-Wäre-Wenn-Spiele oder stelle Vergleiche an. Lerne die Person genau kennen und gib ihr immer wieder Grund dich zu lieben, durch die Dinge von denen du weißt, dass sie ihre Liebe anfachen (Geschenke, Essen gehen, Zuhören, Streicheln etc.).

Als Bundeshaupt hat der Mann die Verantwortung für seine Frau und die Ehe. (Eph 5,23, Mal 2,14) Das heißt er kann sich nie mit den Worten: „Die Frau die du mir gegeben hast,…“ beschweren. So wie Gott Adams Ausrede nicht gelten ließ, weil er für die Frau und deren Sicherheit verantwortlich war (und es eigentlich sein Verfehlen war den Drachen nicht gleich zu erschlagen), so kann sich auch der christliche Ehemann nicht auf seine Frau rausreden. Diese älteste Ausrede der Welt ist wohl auch durch die Geschichte die häufigste die Männer vorbringen. An Christus sehen wir wie er genau gegenteilig gehandelt hat. Er übernahm die Verantwortung für die Gemeinde und bezahlte ihre Schuld völlig. Das heißt nicht, dass die Frau nicht schuld sein kann und dies mit Gott in Ordnung bringen muss.

Wenn zum Beispiel ein Matrose im Krähennest (der Aussichtskorb oben am Schiff) ein Riff übersieht und das Schiff beschädigt wird, ist es zwar seine Schuld, dass dies passiert ist, aber der Besitzer des Schiffs, wird trotzdem den Kapitän zur Verantwortung ziehen.

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