Interview Hans Peter Royer

Im Jahr 2010 interviewte ich einige evangelikale Leiter zum Zustand der Kirche, Evangelium und persönlichem. Diese Interview Serie werde ich hier neu auflegen und wir beginnen mit dem im Sommer 2013 verunglückten Hans Peter Royer.

Ich habe die letzten Wochen damit verbracht 7 (meiner Meinung nach) wichtige Fragen unterschiedlichen Personen zu stellen. Das Ergebnis wird nun als Interview Serie veröffentlicht. Vorab möchte ich sagen das diese Antworten wirklich als Interviews verstanden werden und die Meinungen nicht unbedingt (wenn auch meistens) mit der meinigen konform gehen.

Den Start macht Hans Peter Royer, Reiseprediger, Direktor vom Tauernhof, Bibelschullehrer und stellvertretender Direktor von „Fackelträger International„. Mit seiner Frau Hannelore und seinen drei Kindern lebt er bei Schladming, Österreich. [vgl. Umschlagtext „Dunkler als Finsternis heller als Licht]

1. Was denkst du ist die größte Not der heutigen Kirche? (Antwort bitte in dem Bereich wo du Einsicht hast)

Die mangelnde Erkenntnis dass es um eine lebendige Beziehung zum Herrn Jesus geht und ein Mangel an Liebe unter Glaubensgeschwister unterschiedlicher Konfessionen. Wir reden zwar viel über Liebe, praktizieren und demonstrieren sie jedoch kaum im alltäglichen Miteinander. Damit meine ich auch mich selbst.

2. Was ist die Lösung dafür?

Wenn ich das wüsste dann wäre ich Jesus. Zum einen müssen wir unser persönliches Leben immer wieder überprüfen ob wir in dieser Abhängigkeit von Jesus sind und „in ihm bleiben“ und zum anderen müssen wir mehr Mut aufbringen uns freudig und stolz als Christen zu bekennen in einer Gesellschaft wo Jesus nicht mehr „cool“ ist. Menschen gerne haben, egal wo sie denken und was sie glauben, und Freude an Jesus haben.

3. Welche 5 Bücher haben dich am meisten im Glauben weitergebracht oder beeinflusst und warum? (neben der Bibel)

Es fällt mir schwer nur 5 auszuwählen – es wären 50.

  1. Ravi Zacharias – Cries of the heart – Bringing God near when He feels so far
  2. Bruder Lorenz und Frank Laubach – Leben in Gottes Gegenwart
  3. Eugene Peterson – Christ plays in Ten Thousand places
  4. Henri J.M. Nouwen – The Return of the Prodical Son
  5. Brennan Manning – Ruthless Trust
4. Wo sind für dich Grenzen der Einheit unter „bekennenden“ Christen (Wo fängt Irrlehre an und was sind Auslegungsspielräume)?

Jeder Mensch der glaubt, dass der historische Jesus Christus für unsere Sünden gestorben ist, am Ostersonntag auferstanden ist aus den Toten, heute lebt und durch den Heiligen Geist in uns Wohnung nimmt, ist ein Bruder und eine Schwester in Christus. Alles andere ist Peripherie.

5. Was beschäftigt dich momentan persönlich am meisten?

Wie ich jene Menschen mit Christus erreichen kann, für die Gott und das Übernatürliche überhaupt kein Thema ist. Mit Atheisten kann man noch diskutieren, weil er einen Standpunkt hat. Aber, vor allem in der jungen Generation erlebe ich so etwas wie „Un-theismus“. Es ist nicht so dass sie Gott verneinen, nein, Gott ist überhaupt kein Thema mehr. Wie kann man in diesen Menschen den Funken für das Übernatürliche entfachen?

6. Was muss ein Mensch glauben um errettet zu werden? (Natürlich an Christus was muss der Inhalt sein)

Er muss sich nur an Jesus wenden! Umdenken! Von einem Leben ohne Gott umkehren zu einem Leben mit Gott. Nachdem Gott sich uns in Christus zugewandt hat, dürfen wir uns mit Zuversicht an Gott wenden und leben.

7. Glauben Muslime an den gleichen Gott und haben nur ein falsches Gottesbild? (da es ja nur einen Schöpfer gibt und sie ja auch den meinen?)

Ich habe schon oft gehört: Letztlich beten wir doch alle zum selben Gott – Der Gott der Bibel oder Allah! Oberflächlich mögen Unterschiede da sein, aber im innersten sind doch alle Religionen gleich. Das Gegenteil ist der Fall: Oberflächlich mögen manche Religionen sich ähneln, aber in ihrer Essenz sind sie absolut konträr. Auf der Mosche von Omas in Jerusalem steht geschrieben: „Allah ist einer und er hat keinen Sohn“. In der Bibel lesen wir (Joh.3:16): „So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle die an IHN glauben nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben“. Darum müssen wir Moslems anhören, sie lieben und ihnen von Jesus erzählen.

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