Das Papstvideo – Interreligiöser Dialog

Kürzlich veröffentlichte der Vatikan ein Video zum Thema „interreligiösem Dialog“. Das Thema des Videos ist „Einheit unter den Religionen“.
Die Logik des Clips gliedert sich wie folgt:

  • Alle Menschen auf diesem Planeten sind in irgendeiner Form Gläubige
  • Dies sollte zum Dialog untereinander führen.
  • Wir sollten für diesen Dialog beten und daran zusammenarbeiten

So die Einleitungsworte des Papstes. Danach folgen mehrere Vertreter der großen Religionen, die alle bekanntgeben dass sie an Gott, Jesus, Buddha, Allah,  glauben. Danach spricht der Papst weiter:

  • Menschen suchen Gott auf verschiedenen Wegen.
  • Aber eines haben wir alle gemeinsam: Wir sind alle Kinder Gottes!

Diese Aussage des Papstes stellt den Höhepunkt des Clips dar. Danach werden wieder Vertreter der großen Religionen gezeigt die alle zusammen bekennen „Ich glaube an die Liebe.“ Danach ruft der Papst dazu auf, für den Dialog unter den Religionen zu beten, denn dieser würde als Frucht Frieden unter den Völkern hervorbringen.

Einige kurze Gedanken
Nun, was ist also davon zu halten?
Der Aufruf zum Dialog untereinander, das heißt zum friedvollen Gespräch, ist natürlich zu befürworten! War es nicht schon Jesus der sagte: „Selig sind die Friedfertigen“ ?
In der Übertretung dieses Wortes Jesu war die katholische Kirche ja in der Vergangenheit an vorderster Front.

Der Inhalt des Videos
Es stimmt, dass alle Menschen auf diesem Planeten in irgendeiner Form Gläubige sind. Sie glauben etwas über Gott. Etwas das richtig und etwas das falsch sein mag.
Natürlich sollten wir offen miteinander im Gespräch sein.
Es ist auch wahr, dass Menschen Gott auf verschiedenen Wegen suchen.
Doch finden sie ihn? Führen diese Wege alle wirklich zu Gott?

All diese Fragen beantwortet der Apostel Paulus in der Apostelgeschichte in seiner Rede in Athen:

Und er hat aus einem Blut jedes Volk der Menschheit gemacht, daß sie auf dem ganzen Erdboden wohnen sollen, und hat im voraus verordnete Zeiten und die Grenzen ihres Wohnens bestimmt, damit sie den Herrn suchen sollten, ob sie ihn wohl umhertastend wahrnehmen und finden möchten; und doch ist er ja jedem einzelnen von uns nicht ferne; denn »in ihm leben, weben und sind wir«, wie auch einige von euren Dichtern gesagt haben: »Denn auch wir sind von seinem Geschlecht.« Da wir nun von göttlichem Geschlecht sind, dürfen wir nicht meinen, die Gottheit sei dem Gold oder Silber oder Stein gleich, einem Gebilde menschlicher Kunst und Erfindung. Nun hat zwar Gott über die Zeiten der Unwissenheit hinweggesehen, jetzt aber gebietet er allen Menschen überall, Buße zu tun, weil er einen Tag festgesetzt hat, an dem er den Erdkreis in Gerechtigkeit richten wird durch einen Mann, den er dazu bestimmt hat und den er für alle beglaubigte, indem er ihn aus den Toten auferweckt hat. Als sie aber von der Auferstehung der Toten hörten, spotteten die einen, die anderen aber sprachen: Wir wollen dich darüber nochmals hören! Und so ging Paulus aus ihrer Mitte hinweg. Einige Männer aber schlossen sich ihm an und wurden gläubig. (Apg 17:26-33)

Nun, es stimmt, aus einem Menschen schuf Gott jedes Volk das heute existiert. Sie sollten ihn suchen, und viele tun dies auf ihre Art. Aber eben umhertastend, wie man in der Dunkelheit umhertastet. Man ergreift einmal da ein Tischbein, einmal dort einen Gegenstand und kann nicht genau sagen was es ist, ehe es nicht Licht geworden ist. Paulus erklärt sogar, dass wir alle von göttlichem Geschlecht sind, d.h. von Gott abstammen. Wir sind ja in seinem Ebenbild erschaffen. In diesem Sinne sind wir Kinder Gottes. Aber in einem anderen Sinne sind wir das eben nicht! Es ist wie bei dem Gleichnis des verlorenen Sohnes. War der verlorene Sohn als er in fernen Landen die Schweine hüten musste ein Sohn des Vaters? Ja. Aber dennoch war er verloren. Als er umkehrte und zurückkam, nahm der Vater ihn wieder auf. So wurde er wieder zu einem wirklichen Sohn des Vaters und man feierte ein Fest.

In diesem Sine sind alle Menschen Kinder Gottes. Sie sind von ihm geschaffen, aber  sind alle von ihm weggewandert. Darum sollen sie auch wieder zu ihm zurückkehren. Diese Aufforderung zur Umkehr zu dem einzig wahren Gott ist auch der entscheidene Stolperstein in Paulus Predigt. Als Paulus von Gottes Gericht und von der Totenauferstehung zu predigen beginnt teilt sich die Menge. Es wird klar, es gibt nur einen Weg zurück zu Gott! Und der führt nur über Jesus Christus! Die Bibel sagt es unmissverständlich.

„Denn es gibt nur einen Gott und nur einen Vermittler zwischen Gott und den Menschen: Das ist Jesus Christus, der Mensch wurde“ (1.Tim 2:5)

Sind wir also alle Kinder Gottes? Ja, insofern als das wir alle Gottes Geschöpfe sind!  Nein, aber in Bezug auf unsere Beziehung mit Gott. In ihr sind alle tot. Es ist keine Beziehung zu dem allein wahren Gott vorhanden.

Denn alle haben gesündigt und erlangen nicht die Herrlichkeit Gottes (Römer 3:23)

Menschen suchen Gott auf verschiedenen Wegen. Doch führen alle diese Wege zu Gott?

Doch allen, die ihn [Jesus Christus] aufnahmen, die an seinen Namen glaubten, gab er das Recht, Kinder Gottes zu werden. (Joh 1:12)

Das bedeutet, wer nicht auf Jesus Christus als den Sohn Gottes vertraut, wer nicht Buße tut, also umkehrt und allein sein Vertrauen auf Jesus setzt kann kein Kind Gottes sein und der Zorn Gottes bleibt auf ihm. Er ist zwar Kind Gottes, weil Gott sein Schöpfer ist, aber allein durch Christus kann er wieder mit ihm versöhnt werden. Diese Botschaft sollte auch der Papst als Vertreter der katholischen Kirche hochhalten. Und wir tun gut daran, wenn wir klar zu ihr stehen und dennoch denjenigen mit Nächstenliebe begegnen die anders denken. Das ist wahrer Glaube an die Liebe.

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